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Irak: Prozess gegen Saddam Hussein vertagt

Der Prozess gegen den früheren irakischen Präsidenten Saddam Hussein ist vertagt worden und wird am 24. Jänner fortgesetzt. Das teilte der Vorsitzende des irakischen Sondertribunals am Donnerstag in Bagdad mit.

Zuvor war die siebente Anhörung in dem Verfahren nach einer einstündigen Sitzung hinter verschlossenen Türen beendet worden.

Saddam Hussein hatte am Donnerstag seinen Vorwurf bekräftigt, in US-Gewahrsam geschlagen und gefoltert worden zu sein. Auch sein Halbbruder Barsan Tikriti erhob Misshandlungsvorwürfe. Zudem bezichtigte der irakische Ex-Staatschef die Regierung von US-Präsident George W. Bush vor Gericht der Lüge. Die USA hätten die Unwahrheit gesagt, was die angebliche Existenz von Chemiewaffen im Irak angehe, sagte der Saddam.

Der irakische Ex-Präsident und seine sieben Mitangeklagten müssen sich wegen eines Massakers an 148 Menschen in der schiitischen Ortschaft Dujail verantworten, das nach einem Angriff auf den Konvoi des damaligen Präsidenten im Jahr 1982 verübt worden war. Den Angeklagten droht bei einer Verurteilung wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit die Todesstrafe. Saddam Hussein hatte sich zu Beginn des Verfahrens für nicht schuldig erklärt.

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