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Irak: Österreichische Waffeninspektoren

Unter den Inspektoren, die den Irak auf das Vorhandensein von Atomwaffen beziehungsweise deren Produktionsstätten überprüfen sollen, werden auch vier Österreicher sein.

Das gab die Pressesprecherin der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO), Melissa Fleming, am Donnerstag auf Anfrage der APA bekannt. Ob Österreich auch Experten in das zweite Team entsendet, das für biologische und chemische Waffen sowie Langstrecken-Raketen zuständig sein wird, ist noch offen.

Nach derzeitigem Stand besteht das IAEO-Team aus 19 Personen. Weitere könnten noch hinzukommen, so die Pressesprecherin der in Wien ansässigen UNO-Atombehörde. Ägypten, China, Frankreich, Großbritannien, Indien, Irland, Niederlande und Russland werden demnach je einen Experten stellen; mehrere Inspektoren für ihr Land entsenden Kanada, die USA und Österreich.

Die IAEO ist zu diesem Zeitpunkt nicht bereit, die Namen der vier österreichischen Atom-Inspektoren zu nennen. Ein Österreicher werde „führend“ tätig sein, erklärte Fleming. Zwei der österreichischen Fachleute, hätten bereits einige Erfahrung mit der Arbeit im Nahen Osten.

Das IAEO-Team wird sich ausschließlich mit Nuklearfragen befassen. Neben Experten für atomare Waffensysteme, wird auch ein Fachmann für Satellitenbilder Teil des Inspektoren-Teams sein. In diesem Zusammenhang hatte der Generaldirektor der IAEO, Mohamed El Baradei, bei einer Pressekonferenz am Montag erklärt, dass seine Organisation, Zugang zu Satellitenaufnahmen von bestimmten Anlagen habe, die im Vergleich zu 1998 „Veränderungen“ zeigen würden.

Eine österreichische Beteiligung am der Inspektorengruppe für biologische und chemische Waffen ist noch offen. Auf Anfrage der APA sagte der Leiter der ABC-Abwehr Schule des Österreichischen Bundesheeres, Norbert Fürstenhofer: „Ein Irak-Einsatz ist möglich.“ Zu diesem Zeitpunkt gebe es diesbezüglich aber weder Signale seitens der Bundesregierung noch überhaupt eine Einladung der Vereinten Nationen an Österreich, Experten für biologische und chemische Waffen bereitzustellen, fügte Fürstenhofer hinzu.

Auf die Frage, in welchem Ausmaß biologische und chemische Waffen im Irak vorhanden sein könnten, antwortete Fürstenhofer: „Rein technisch ist es nicht möglich, dass der Irak das Volumen von 1991/92 wieder aufgebaut hat.“ Bei Inspektionen im Irak Anfang der 90-er Jahre, bei denen auch österreichische Fachleute beteiligt waren, wären Mittel der chemischen Kriegsführung im „Tonnenbereich“ registriert und anschließend zerstört worden, so der Leiter der ABC-Abwehr Schule.

Die bisher letzten Waffeninspektionen auf eigenem Territorium ließ der Irak im Jahr 1998 zu. Auf internationalen Druck hat sich der Irak am Montag dazu bereit erklärt, die UNO-Waffenkontrolleure ohne Vorbedingungen wieder ins Land zu lassen. Bei der IAEO in Wien sollen Gespräche über die organisatorischen Einzelheiten der Rückkehr der UNO-Inspektoren stattfinden.

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