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Irak: Mehr als 70 Tote am Wochenende

Der anhaltenden Gewalt im Irak sind am Wochenende mehr als 70 Menschen zum Opfer gefallen. Die US-Streitkräfte töteten am Samstag bei mehreren Luftangriffen 40 Aufständische nahe der syrischen Grenze.

Dabei kam nach Spitalsangaben auch ein Kind ums Leben, obwohl die USA „Kolleteralschäden“ an Zivilisten ausgeschlossen hatten. Zuvor waren landesweit bei mehreren Selbstmordanschlägen und Angriffen rund 35 Menschen gestorben.

Die US-Luftangriffe fanden nahe der syrischen Grenze im Bereich der Stadt Kaim statt, die als Hochburg der Anhänger von Abu Musab al-Zarqawi gilt, des Chefs des Terrornetzwerks Al Kaida im Irak. Schwer bewaffnete Männer hätten dort bei der Ortschaft Karabila Straßensperren errichtet und Autofahrer bedroht, hieß es in einer Erklärung der Marineinfanterie. Die US-Luftwaffe habe sieben Raketen mit Präzisionslenkung gegen die Rebellen eingesetzt.

„Alle Ziele wurden zerstört, es gab keine zivilen Opfer und keinen Kollateralschaden“, hieß es in der Mitteilung des Militärs. Das Krankenhaus der Stadt Al-Kaim berichtete jedoch am Sonntag, ein Bub sei den beim US-Militärschlag erlittenen Verletzungen erlegen. Bei zwei Großoffensiven in der Region von Kaim hatten die US-Streitkräfte im vergangenen Monat rund 140 Aufständische getötet.

In Bagdad riss ein als Polizist verkleideter Selbstmordattentäter am Samstag in Bagdad mindestens fünf Menschen mit in den Tod. Nach Polizeiangaben zündete der Mann seinen Sprengsatz während des Morgenappells vor dem Hauptquartier der Brigade Wolf. Diese Kommando-Einheit ist direkt dem Innenministerium unterstellt. Führende sunnitische Politiker haben die Brigade Wolf beschuldigt, sunnitische Geistliche entführt und getötet zu haben.

Südlich der Hauptstadt überfielen Aufständische einen Minibus und töteten der Polizei zufolge elf Bauarbeiter. In Najaf explodierte eine Bombe auf einem Friedhof und tötete zwei Iraker, darunter ein achtjähriges Mädchen. Bei einem Angriff auf einen Konvoi des Innenministeriums wurden drei Mitglieder einer weiteren Kommandotruppe getötet. Ferner sprengte sich ein Selbstmordattentäter in einem Auto vor der slowakischen Botschaft in Bagdad in die Luft. Dabei wurden vier Menschen verletzt. Für diese Anschläge übernahm der irakische Al-Kaida-Zweig die Verantwortung.

In einem nördlichen Stadtteil von Bagdad wurden zwei irakische Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma von US-Soldaten getötet. Ihr Auto fuhr nach Militärangaben so langsam vor einem amerikanischen Konvoi, dass die Soldaten Warnschüsse abgaben. Die Iraker hätten zurückgefeuert und seien daraufhin erschossen worden, sagte ein Militärsprecher.

Zwei Mitarbeiter des irakischen Ölministeriums wurden in der Nacht auf Samstag im Süden Bagdads getötet. Im Westen des Iraks kamen zwei amerikanische Marineinfanteristen ums Leben. Erst am Freitag hatte ein Autobombenanschlag neben einem Restaurant in Bagdad zehn Menschen das Leben gekostet, darunter auch zwei Kinder. 28 Menschen wurden verletzt.

Im nordirakischen Kirkuk wurden am Sonntag vier mutmaßliche Mitglieder der islamistischen Gruppe Ansar al-Sunna festgenommen. Westlich der Stadt entdeckten die US-Truppen zahlreiche Waffenverstecke mit 450 Granaten und Sprengstoff.

Der irakische Innenminister Bajan Jabr erklärte derweil, infolge der jüngsten Razzia gegen Aufständische sei die Zahl der Autobombenanschläge in der Hauptstadt drastisch zurückgegangen. Statt zwölf gebe es nur noch durchschnittlich zwei Anschläge pro Tag. Im Zuge der vor zwei Wochen gestarteten „Operation Blitz“ seien schon mehr als 1.300 Verdächtige festgenommen und 36 Aufständische getötet worden.

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