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Irak: Langfristige US-Stationierung

Der irakische Präsident Talabani hat sich für die langfristige Stationierung von US-Truppen im Irak ausgesprochen. Der Staatschef schlug die Präsenz von 10.000 US-Soldaten vor.

Gegenüber der „Washington Post“ sagte Talabani, US- Truppen müssten zumindest in „symbolischer“ Größe im Land bleiben, um jene Länder „abzuschrecken, die sich in unsere Dinge einmischen wollen“. Der Staatschef schlug die Präsenz von 10.000 US-Soldaten vor.

Die USA sollten zudem zwei Luftwaffenstützpunkte behalten, so Talabani. Als Standort kommt vor allem das sich autonom regierende Kurdengebiet in Frage.

Doch würden „in manchen Orten“ auch Sunniten die Anwesenheit von US-Soldaten begrüßen, sagte Talabani. Diese dächten mittlerweile, dass die Hauptgefahr für den Irak vom Iran ausgehe. Talabani vermied aber eine direkte Kritik am östlichen Nachbarland. Die USA werfen der Regierung in Teheran seit längerem vor, schiitische Milizen im Irak zu unterstützen und so den blutigen Konflikt zwischen den Volksgruppen weiter anzuheizen.

Angesichts der bürgerkriegsähnlichen Zustände im Irak machte Talabani klar, dass ein größeres US-Kontingent bis mindestens Ende 2008 im Land bleiben müsse. Bis dahin sei die irakische Armee so weit ausgebildet, dass sie gegen den Terrorismus angehen könne. Bis zum Ende des Jahres werden die irakischen Streitkräfte nach seinen Angaben die Kontrolle über zwölf Provinzen übernehmen. Bisher haben die US-geführten Truppen erst in zwei Provinzen die Verantwortung für die Sicherheit an einheimische Sicherheitskräfte übertragen.

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