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Irak: Italienerin bald frei?

Während die französische Journalistin noch per Video um Hilfe fleht, kommt die Italienerin Sgrena wahrscheinlich bald frei. Iraks Innenminister veröffentlichte, sie sei am Leben und bald habe man "gute Nachrichten".

Am 4. Februar war sie in Bagdad entführt worden, die italienische Journalistin Giuliana Sgrena. Bald ist sie vielleicht frei, dies betonte der irakische Innenminister Falah al-Naqib in einem Interview mit einem arabischen TV-Sender, berichtete die italienische Nachrichtenagentur ANSA am Dienstag. „Wir werden bald gute Nachrichten erhalten“, betonte der Innenminister.

Pierre Scolari, Lebensgefährte der entführten Reporterin, zeigte sich skeptisch. „Die Worte des Innenministers bedeuten nicht viel, es gibt keine konkreten Zeichen, dass Giuliana befreit werden könnte“, betonte Scolari. Vor zwei Wochen war ein Video veröffentlicht worden, in dem Sgrena um den Rückzug der italienischen Truppen aus dem Irak flehte.

Kollegen der im Irak entführten Italienerin traten am Dienstag in den Hungerstreik, um die Freilassung der Reporterin zu fordern. Die Initiative wurde von den Journalisten der prokommunistischen Tageszeitung „Il Manifesto“ organisiert, für die Sgrena in den Irak gereist war. Am Hungerstreik wollen sich einige Bischöfe und Imame beteiligen. Zugleich ist ein Sit-In vor dem Regierungssitz geplant.

Auf einem im Irak veröffentlichten Video hat inzwischen die von Unbekannten entführte französische Journalistin Florence Aubenas um Hilfe gefleht. „Ich heiße Florence Aubenas. Ich bin Französin. Ich bin Journalistin der ’Libèration’“, sagt die 43-Jährige auf dem Band, das am Dienstag veröffentlicht wurde. „Mir geht es gesundheitlich schlecht. Auch psychisch bin ich in schlechter Verfassung. Helfen Sie mir. Es ist dringend.“ Es war unklar, wann die Aufnahme gemacht wurde. Aubenas trägt ein graues Sweat-Shirt sowie schwarze Hosen und macht einen verzweifelten Eindruck. Sie sitzt vor einem dunkelroten Hintergrund.

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