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Irak: Italien beginnt Truppenabzug

Italien hat am Mittwoch mit dem schrittweisen Abzug seiner Truppen aus dem Irak begonnen. Bis Ende Juni sollen dort nur noch 1.600 Soldaten stationiert sein.

Das berichtete das staatliche Fernsehen zum Beginn des Austauschs einer Brigade im südirakischen Nassirija. Nach dem Golfkrieg vor drei Jahren waren zunächst 3 200 Italiener im Irak.

Der neue italienische Ministerpräsident Romano Prodi will bis zum Herbst alle Soldaten zurückholen.

Der italienische Truppenabzug begann drei Wochen nach dem Amtsantritt von Ministerpräsident Romano Prodi. Damit wird die von den USA geführten „Koalition der Willigen“ immer kleiner: Bereits 2004 verließen mehr als 1.300 Spanier das Land, ein Jahr später ebenfalls 1.300 Niederländer. Auch die 1.650 Soldaten aus der Ukraine zogen ab, hinzu kamen kleineren Kontingente etwa aus Nicaragua, den Philippinen und Honduras. Andere Länder wie Großbritannien und Südkorea verringerten die Zahl der Soldaten.

Italien stellte hinter den USA, Großbritannien und Südkorea das viertgrößte Kontingent der zeitweise 138.000 ausländischen Soldaten im Irak. Nach dem Golfkrieg vor drei Jahren waren zunächst 3.200 italienische Soldaten im Irak.

Das Ende der Mission „Antikes Babylon“ war ein zentrales Versprechen Prodis im Wahlkampf gegen Silvio Berlusconi. Berlusconi, der als ein Vertrauter von US-Präsident George W. Bush gilt, hatte die Militärpräsenz im Irak seinerzeit gegen erhebliche Proteste durchgesetzt. Vor dem Wahlkampf im Frühjahr hatte er die Truppenstärke in dem Land allerdings auf 2.600 Mann reduziert.

Bisher kamen 31 italienische Soldaten im Irak ums Leben: Allein bei einem Selbstmordanschlag im November 2003 auf das Hauptquartier in Nassirya starben 19 Italiener.

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