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Irak: Hunderte Chemiewaffen gefunden

Im Irak sind seit dem Einmarsch der US-Truppen vor drei Jahren rund 500 Chemiewaffen gefunden worden. Dies geht aus einem Geheimdienstbericht hervor, der veröffentlicht wurde.

Während der Senator Rick Santorum von einem „unglaublich bedeutenden“ Ausmaß der Chemiewaffen-Funde sprach, wollte ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums dem Bericht keine große Bedeutung beimessen und die Debatte über die Begründung für den Irak-Krieg nicht neu anfachen. Die US-Regierung hatte die Existenz von Massenvernichtungswaffen zur Begründung der Invasion herangezogen, die Behauptung später aber widerrufen.

Die inzwischen gefundenen Chemiewaffen wurden nach dem Bericht der US-Geheimdienste vor 1991 produziert. Zu den gefundenen Chemikalien zählen Senf- und Saringas, das unter dem früheren Präsidenten Saddam Hussein nach früheren Erkenntnissen etwa gegen Kurden im irakischen Norden eingesetzt wurde. Trotz aller Bemühungen zur Vernichtung solcher Bestände gebe es offenbar noch immer alte Bestände, heißt es in dem Bericht weiter.

Wo immer die US-Armee auf solche Waffen treffen, würden sie unschädlich gemacht. Der Pentagon-Vertreter, der nicht namentlich genannt werden wollte, sagte, die alten Chemiewaffen seien in einem „so schlechten Zustand, dass sie nicht für das benutzt werden könnten, wozu sie entwickelt wurden“.

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