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Irak: Hohe Wahlbeteiligung

Bei der Parlamentswahl im Irak haben am Donnerstag offenbar mehr als 70 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Zunächst lagen noch keine offiziellen Zahlen vor.

Doch der Vorsitzende der Wahlkommission, Farid Ayar, sagte gegenüber dem Nachrichtensender Al-Arabiya, etwa zehn bis elf der 15 Millionen registrierten Wähler hätten ihre Stimme abgegeben. US-Botschafter Zalmay Khalilzad betonte, die Zahl der Wähler sei „sehr, sehr hoch“ gewesen. Mit dem amtlichen Wahlergebnis wird in rund zwei Wochen gerechnet. Ayar warnte die Medien davor, den Berichten einzelner Parteien über Teilergebnisse Glauben zu schenken. Ein Al-Arabiya-Reporter in der Provinz Diyala berichtete, das Wahlbündnis von Ex-Regierungschef Allawi habe in Diyala sehr gut abgeschnitten.

Ein Mitglied der Wahlkommission in der südlich von Bagdad gelegenen Provinz Babylon sagte, in dem mehrheitlich von Schiiten bewohnten Landesteil hätten 70 Prozent der Wähler für die religiöse Schiiten-Allianz gestimmt, die bereits im Übergangsparlament die größte Fraktion gestellt hatte. Das Kommissionsmitglied, das seinen Namen nicht veröffentlicht sehen wollte, sagte, Allawi habe mit seinem überkonfessionellen Bündnis in Babylon 17 Prozent erhalten. Auf Platz Drei sei mit zehn Prozent die sunnitische Irakische Einigungsfront gelandet.

In tausenden Wahllokalen begann am Freitag die Auszählung der Stimmen. In Lastwagen wurden die transparenten Urnen nach dem Zählen in Lagerhäuser in den Provinzen gebracht. Das landesweite Fahrverbot blieb vorläufig in Kraft, die Menschen machten sich zu Fuß auf den Weg in die Moscheen.


Bei Angriff auf irakische Schule fünf Tote

Bei einem Granatenangriff auf eine irakische Schule sind am Freitag vier Kinder und ein einheimischer Soldat getötet worden. Zwei weitere Kinder seien bei dem Angriff in der Ortschaft Parwana im Westen des Irak getötet worden, teilten die US-Streitkräfte mit. Das Schulgebäude hatte bei der Parlamentswahl am Donnerstag als Stimmlokal gedient.

Der Angriff richtete sich vermutlich gegen irakische Soldaten, die die Schule aufräumten und das Gelände reinigten. Die Kinder hätten auf dem Schulhof Fußball gespielt, erklärten die US-Streitkräfte.

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