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Irak: Entscheidung über Präsidenten vertagt

Der provisorische irakische Regierungsrat hat die Entscheidung über die Nominierung des künftigen Staatspräsidenten abermals vertagt. "Da wird irgendetwas ausgebrütet".

Das Treffen sei auf Bitten der US-geführten Koalition um einen Tag auf Dienstag verschoben worden, sagte Ratsmitglied Mahmud Othman am Montag in Bagdad. Den genauen Grund dafür kenne er nicht.

„Wir haben uns alle hier versammelt, aber die Amerikaner wollten die Sitzung auf morgen früh verschieben“, sagte Othman der Nachrichtenagentur AFP. „Da wird irgendetwas ausgebrütet, wir hätten es heute gerne zu Ende gebracht.“

Zuvor waren die Verhandlungen des provisorischen Regierungsrats mit der Zivilverwaltung und der UNO über die künftige Regierung auf Montag vertagt worden. Nach Angaben von Verhandlungsteilnehmern vom Wochenende gab es insbesondere in der Frage des künftigen Präsidenten Differenzen. Demnach sperrten sich die USA und die UNO gegen den Kandidaten der Iraker für das Amt, den derzeitigen sunnitischen Vorsitzenden des Regierungsrats, Ghazi al Jawar.

Ein Mitglied des Regierungsrats hatte gesagt, die UNO und die Besatzungsmächte lehnten Jawar als Übergangspräsidenten ab und hätten stattdessen den Sunniten Adnan Pachachi vorgeschlagen, der ebenfalls dem Regierungsrat angehört.

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