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Irak: Drei tote britische Soldaten

Bei einem Selbstmordangriff irakischer Rebellen sind am Donnerstag im Irak drei britische Soldaten ums Leben gekommen. Acht weitere wurden dabei verletzt.

Ein irakischer Übersetzer wurde bei dem Zwischenfall südlich von Bagdad ebenfalls getötet, meldeten britische Medien.

Den Tod der drei Briten teilte Verteidigungsstaatssekretär Adam Ingram am Donnerstagabend in einer Dringlichkeitserklärung im Unterhaus in London mit. Die Soldaten gehörten zum Regiment „The Black Watch“, das erst vor kurzem vom Südirak auf einen Stützpunkt südlich von Bagdad verlegt worden waren. Premierminister Blair ließ erklären, seine Gedanken seien bei den Angehörigen der Opfer. Die Zahl der britischen Opfer seit Beginn des Irakkriegs stieg damit auf 73 an.

Wie Ingram später erläuterte, wurden die Soldaten Opfer eines Selbstmordattentäters, der sich mit seinem Fahrzeug an einem britischen Checkpoint in die Luft jagte. Zwei der acht verletzten Briten seien noch im Militärhospital.

Es war der erste Zwischenfall seit der vor zwei Wochen vom Unterhaus beschlossenen Verlegung britischer Truppen vom Südirak in die Nähe von Bagdad. Die BBC berichtete, der britische Stützpunkt Camp Dogwood etwa 30 Kilometer südlich von Bagdad liege seit Ankunft der Briten unter „ständigem Beschuss“ von sunnitischen Rebellen. Der Stützpunkt und Militärfahrzeuge würden mit Raketen- und Mörserfeuer beschossen.

Die Soldaten des schottischen Regiments waren innerhalb der vergangenen zehn Tage von Basra im Südirak ins Zentrum des Landes verlegt worden. Die US-Regierung hatte London um den Transfer gebeten, um US-Truppen für einen Großangriff auf die Rebellenhochburg Falluja freizusetzen. Die Verlegung des britischen Kontingents war erst vor zwei Tagen abgeschlossen worden.

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