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Irak: Bruder des Vizepräsidenten tot

Der Bruder des irakischen Vizepräsidenten Tarik al Hashimi ist in seinem Haus in Bagdad erschossen worden. Ein Militärsprecher erklärte, unbekannte Männer hätten auf General Hashimi gefeuert.

Unbekannte Männer in Militäruniformen hätten auf General Amir al Hashimi geschossen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums, für das der Getötete als Berater arbeitete. Amir al Hashimi ist bereits das dritte Familienmitglied, das innerhalb der letzten zwölf Monate ermordet wurde. Zuvor fielen bereits seine Schwester und ein weiterer Bruder Attentaten zum Opfer.

Rund 400 irakische Polizisten mussten am Sonntagabend nach einer gemeinsamen Mahlzeit wegen Vergiftungserscheinungen behandelt werden. Meldungen, wonach elf Polizisten starben, dementierte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Kassim al Mussawi, am Montag. Es werde untersucht, ob es sich um einen Anschlag handelte.

Die Polizisten hatten in der südirakischen Stadt Numaniya gemeinsam eine Mahlzeit eingenommen, um nach Sonnenuntergang das tägliche Fasten im Monat Ramadan vorübergehend zu beenden. Einem Beamten des Innenministeriums zufolge äußerten örtliche Behörden die Vermutung, das Trinkwasser sei schuld an der Erkrankung der Polizisten. Dies könnte auf eine absichtliche Vergiftung hindeuten, zumal die Symptome sehr schnell und sehr heftig aufgetreten seien.

In Tal Afar, 420 Kilometer nordwestlich von Bagdad, rammte ein Selbstmordattentäter mit seinem Auto einen Kontrollpunkt der irakischen Polizei. Ein Polizist wurde getötet, zwölf weitere wurden verletzt, wie ein Polizeisprecher sagte. Bereits am Samstag waren bei einem Selbstmordanschlag in Tal Afar 14 Menschen getötet und viele weitere verletzt worden.

In Bagdad überfielen Bewaffnete einen Militärkontrollpunkt und entführten alle elf diensthabenden Soldaten. Der Zwischenfall ereignete sich im Stadtteil Sadr City, einer Hochburg der Miliz des radikalen schiitischen Geistlichen Muktada al Sadr.

Unterdessen ging der Prozess gegen den ehemaligen irakischen Präsidenten Saddam Hussein und sechs Mitangeklagte weiter. Die Verteidiger setzten ihren Boykott jedoch fort und erschienen am Montag nicht zur Verhandlung. Sie protestieren gegen die Auswechslung des Vorsitzenden Richters und fordern mehr Zeit zur Prüfung der umfangreichen Unterlagen. In dem Prozess geht es um die Ermordung zehntausender Kurden in den 80er Jahren.

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