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Irak: Autobomben-Anschläge in Bagdad

Bei zwei Selbstmordanschlägen auf einem belebten Platz im Zentrum von Bagdad sind am Samstag nach Angaben der US-Botschaft insgesamt 22 Menschen getötet worden, darunter zwei Amerikaner.

Nach irakischen Angaben wurden bei dem Anschlag auf dem belebten Tahrir-Platz mehr als 35 weitere Menschen verletzt.

Die Selbstmordattentäter sprengten sich mit Autos in die Luft. Etliche Fahrzeuge gerieten in Brand, mehrere Geschäfte wurden beschädigt. Nach Schilderungen von Augenzeugen passierte zum Tatzeitpunkt gerade ein Geländewagen-Konvoi den Tahrir-Platz. Die Explosion beschädigte auch eine Schule und einen Minibus, in dem Schüler unterwegs waren. Fünf Mädchen wurden verletzt. Eines von ihnen verlor ein Auge.

Die jüngste Welle der Gewalt begann in der vergangenen Woche, als Ministerpräsident Ibrahim al-Jaafari seine Regierung vorstellte. Seitdem haben die Aufständischen fast 300 Menschen umgebracht, die meisten von ihnen angehende Soldaten oder Polizisten. Jaafari sagte am Samstag in Bagdad, man habe sich auf die Besetzung der noch ausstehenden fünf Ministerposten geeinigt. Am Sonntag werde die komplettierte Regierungsliste Liste den 275 Mitgliedern der Nationalversammlung zur Abstimmung vorgelegt. Dann würden die Namen auch öffentlich bekannt gegeben.

Staatspräsident Jalal Talabani und der jordanische König Abdullah II. haben ihre Entschlossenheit zur Bekämpfung des Terrorismus bekräftigt. Beim Besuch Talabanis in Amman wurde am Samstag zugleich verkündet, dass beide Länder künftig mit Botschaftern in der jeweils anderen Hauptstadt vertreten sein würden. König Abdullah betonte, dass er keine Terrorplanungen auf seinem Territorium dulden werde. Irakische Politiker haben ihren Nachbarländern einschließlich Jordanien wiederholt vorgeworfen, die Infiltration von Militanten nicht wirksam genug zu verhindern.

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