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Irak: Aufenthaltsort Saddam Husseins genannt

Der irakische Menschenrechtsminister Bachtiar Amin hat das Geheimnis um den Aufenthaltsort von Saddam Hussein gelüftet. Der frühere irakische Machthaber werde im US-Militärcamp Cropper in der Nähe des Bagdader Flughafens festgehalten.

Camp Cropper ist Teil des 16 Kilometer außerhalb vom Bagdader Stadtzentrum gelegenen Camp Victory. Amin beantwortete bei einer Pressekonferenz die Frage nach dem Gesundheitszustand des irakischen Ex-Machthabers mit den Worten: „Ich habe ihn in Camp Cropper besucht. Es geht ihm gut.“ Er habe den 67-Jährigen zuletzt im September in dem Camp gesehen. Damit bestätigte Amin erstmals öffentlich den von vielen vermuteten Aufenthaltsort des Ex-Präsidenten.

Dieser sei bei guter Gesundheit, fügte der Minister hinzu. „Er isst sehr gut und hat fünf Pfund zugenommen.“ Acht seiner elf Mithäftlinge waren am Freitag aus Protest gegen die Haftbedingungen zeitweise in Hungerstreik getreten. Nach US-Militärangaben nahmen sie aber am Montag wieder Nahrung zu sich.

Amin zufolge wurde Saddam Hussein bei einer Blutprobe negativ auf Prostatakrebs getestet. Er verweigere aber eine Gewebeprobe, mit der jeder Zweifel an der Diagnose ausgeräumt werden solle. Der Ex-Präsident werde täglich zwei Mal von einem Arzt untersucht und habe – anders als viele andere Iraker – rund um die Uhr Stromversorgung. Er dürfe aber „aus Sicherheitsgründen“ keinen Besuch von Familienmitgliedern empfangen.

Die US-Behörden und das Rote Kreuz, das Saddam Hussein seit seiner Festnahme vor einem Jahr besucht, hatten sich stets geweigert, seinen Aufenthaltsort preiszugeben. Dennoch galt dieser als offenes Geheimnis: Die USA hatten stets versichert, der Ex-Machthaber werde im Irak festgehalten. Die größte US-Militärbasis in dem Golfstaat wurde von Experten als einziger Ort erachtet, der sicher genug ist.

Saddam Hussein war am 13. Dezember vergangenen Jahres von der US-Armee gefangen genommen worden. Ihm soll vor einem irakischen Sondergericht der Prozess gemacht werden. Dem früheren Staatschef droht die Todesstrafe. Bereits ab nächster Woche sollen nach irakischen Regierungsangaben die Prozesse gegen Saddam Husseins Helfer beginnen.

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