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Irak: Anschlag bei schiitischer Moschee

Bei einem Autobombenanschlag in der Nähe einer schiitischen Moschee in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind am Dienstagabend mindestens 21 Menschen getötet worden.

43 weitere wurden nach Angaben des irakischen Innenministeriums verletzt. Den Angaben zufolge explodierte der Sprengsatz im nordwestlichen Viertel Hurriyah.

Zuvor waren bereits bei einer Serie von Anschlägen landesweit 42 Menschen getötet und 137 weitere verletzt worden. Seit dem Anschlag auf die Goldene Moschee in Samarra am Mittwoch vergangener Woche wurden nach einer offiziellen Bilanz im Irak rund 380 Menschen bei Anschlägen und anderen Gewalttaten getötet, 458 weitere wurden verletzt. Der Angriff auf das den Schiiten heilige Mausoleum hatte eine Welle der Gewalt zwischen Sunniten und Schiiten ausgelöst.

Die Gewalt im Irak wird nach den Worten von Ministerpräsident Ibrahim al-Jaafari die Bemühungen um eine Regierung der nationalen Einheit nicht torpedieren. Anschläge und terroristische Aktivitäten würden den politischen Prozess nicht aufhalten können, versicherte Jaafari am Dienstag nach einem Treffen mit dem türkischen Regierungschef Recep Tayyip Erdogan in Ankara.

Nach den jüngsten Angriffen auf Moscheen, die die Angst vor einem Bürgerkrieg schürten, haben die Iraker nach Einschätzung Jaafaris erkannt, dass es sich um „eine Verschwörung und eine Provokation zur Spaltung des Volkes“ gehandelt habe. Die Anschläge hätten das Volk zu stärkerem Zusammenhalt bewegt, sagte der irakische Ministerpräsident.

Unterdessen drohte der irakische Staatspräsident Jalal Talabani, mögliche Vereinbarungen aus Jaafaris Türkei-Besuch nicht anzuerkennen, weil der Regierungschef ihn nicht von der Reise in Kenntnis gesetzt habe.

Erdogan rief die Politiker im Irak am Dienstag zur Zusammenarbeit auf, um die Gewalt zu beenden. An die internationale Gemeinschaft appellierte er, die Spannungen zwischen den einzelnen Gruppen im Irak zu entschärfen.

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