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Irak: 500 Häftlige in Abu Ghraib freigelassen

Die USA haben erneut rund 500 irakische Häftlinge aus dem Gefängnis von Abu Ghraib freigelassen. Mit Blick auf den moslemischen Fastenmonaten Ramadan wurden bisher mehr als 1.000 Gefangene freigelassen.

Ein US-Militärsprecher erklärte, es seien nur Häftlinge freigelassen worden, denen keine schwere Straftaten zur Last gelegt würden, die ihre Taten bereut und die zugesagt hätten, „gute Bürger eines demokratischen Iraks“ zu werden.

Das Gefängnis Abu Ghraib war weltweit in die Schlagzeilen gekommen, weil US-Aufseher dort irakische Gefangene misshandelt und dies auf Bildern und Videos dokumentiert hatten. Die Reservistin Lynndie England wurde für ihre Beteiligung an derartigen Misshandlungen in dieser Woche zu drei Jahren Haft verurteilt.

Die Freilassung in Abu Ghraib scheinen aber auch Teil der Bemühungen der irakischen Regierung zu sein, eine möglichst große Beteiligung bei der Volksabstimmung über die neue Verfassung am 15. Oktober zu erreichen. Diese wird bislang von vielen Sunniten abgelehnt. Sie fühlen sich in der Regierung, die von Schiiten und Kurden dominiert wird, nicht angemessen vertreten.

Bei vielen Häftlingen handelt es sich um Sunniten, die zum Teil seit Monaten ohne Anklage in Haft sind. Sunnitische Politiker haben deshalb nachdrücklich die Freilassung tausender Häftlinge verlangt.

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