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Irak: 19 Soldaten in Fußballstadion ermordet

In einem Fußballstadion der irakischen Stadt Haditha haben Anrainer am Mittwoch 19 Leichen entdeckt. Zwei Taxifahrer berichteten, sie hätten Schüsse gehört und seien daraufhin in das Stadion gelaufen.

Dort hätten sie die Toten vor einer Blut triefenden Wand gefunden. Ein irakischer Reporter sagte, die Männer seien offenkundig erschossen worden.

Die regelrecht hingerichteten Soldaten gehörten einer Einheit von 20 Männern an, die mit einem Autobus auf dem Weg zu ihrem Stützpunkt in der Stadt Haditha 260 Kilometer nordwestlich von Bagdad waren. Das verlautete aus dem Innenministerium. Einer von ihnen wurde lebend gefunden und in ein Krankenhaus gebracht. Ein Reporter fand bei den Leichen, die Zivilkleidung trugen, allerdings keine militärischen Erkennungsmarken. Die US-Streitkräfte teilten mit, der Vorfall werde untersucht.

Im Irak sind auch die Leichen von mindestens 58 ermordeten Irakern gefunden worden, darunter Frauen und Kinder. Das berichtete der arabische Fernsehsender Al-Arabiya am Mittwoch. Einige der Opfer waren nach Angaben von Augenzeugen, die den grausigen Fund am Ufer des Tigris südlich von Bagdad gemacht hatten, enthauptet worden. Ermittler in der Stadt Soweira sagten dem Bericht zufolge, die Opfer seien nicht alle zur gleichen Zeit getötet worden. Die Polizei ordnete ein Massenbegräbnis an.

In Bagdad wurden wieder mehrere Selbstmordanschläge verübt. Drei Attentäter sprengten sich in ihren Wagen in die Luft und rissen mindestens vier Iraker mit in den Tod. Einer der Selbstmordanschläge galt einem US-Konvoi nahe des Abu-Ghraib-Gefängnisses. Die Detonation setzte einen Tanklastwagen in Brand und explodierte. Dabei wurden Zwei Iraker getötet und fünf verletzt, wie ein Krankenhaussprecher mitteilte.

Die beiden anderen Autobomben explodierten im Süden Bagdads in der Nähe von Polizeistationen, die Opfer waren Zivilpersonen. Zwei weitere Personen – ein Polizist und ein Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums – fielen Mordanschlägen zum Opfer. Erst am Dienstag waren bei einer Anschlagsserie im Irak 15 Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen zwei US-Soldaten und ein früherer Berater von Saddam Hussein.

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