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IOC-Präsidentenwahl letzter Akt in Buenos Aires

Bach (r.) wird wohl auf Rogge (l.) folgen
Bach (r.) wird wohl auf Rogge (l.) folgen
Zwei Schlachten sind auf der 125. Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Buenos Aires geschlagen. Die Sieger hießen dabei Tokio und Ringen. Nun folgt am Dienstag die Wahl des 9. Präsidenten in der 119-jährigen Geschichte des IOC, weil der Belgier Jacques Rogge abtritt. Alles andere als ein Erfolg des deutschen IOC-Vizepräsidenten Thomas Bach wäre eine Überraschung.

Als einzige ernstzunehmende Herausforderer des ehemaligen Fecht-Olympiasiegers und Wirtschaftsanwalts gelten der aktuelle Finanzchef des IOC, Topbanker Richard Carrion (60) aus Puerto Rico, und der schwerreiche Ng Ser Miang (64) aus Singapur. Lediglich Außenseiter-Status wird Stabhochsprung-Weltrekordler Sergej Bubka (49) aus der Ukraine, Weltboxverbands-Präsident Wu Ching-kuo (66) aus Taiwan sowie dem Schweizer Ex-Spitzenruderer und Topjuristen Denis Oswald (66) eingeräumt. Rogge will seinen Nachfolger um 17.45 MESZ persönlich bekannt geben.

Deutscher Bach ist Favorit

“Meine Testwettkämpfe waren erfolgreich, meine Form stimmt, jetzt kann’s endlich losgehen”, versprühte Bach am Tag vor der Wahl des mächtigsten Mannes im Weltsport noch einmal Optimismus. Carrion hofft dagegen, mithilfe von James Carville, dem Architekten hinter Bill Clintons Wahlerfolg zum US-Präsidenten, das Ruder noch herumzureißen. Ebenso wie Ng, der als Hoffnungsträger des aufstrebenden Sportmacht-Kontinents Asien in die Wahl startet.

Bezüglich der Ideen der sechs Präsidentschaftsanwärter äußerte sich Ed Hula, Herausgeber der renommierten Publikation “Around the Rings”, jedoch drastisch: “Es spielt keine Rolle, wer gewinnt, der neue IOC-Präsident wird kein Revolutionär sein.”

(APA)

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