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IOC-Chef Rogge fordert "Ethik"

Vier Tage vor Eröffnung des Olympischen Spiele in Athen hat IOC-Präsident Jacques Rogge zu einer engen Kooperation mit der griechischen Regierung in allen Sicherheitsfragen aufgefordert.

Alle Teilnehmer an den Spielen müssten „voll und ganz“ den Vorgaben folgen, sagte der 62-jährige Belgier am Montag zur Eröffnung der 116. Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Rogge setzt seine „volle Zuversicht“ in die Regierung, der er die „letzte Verantwortung“ in allen Sicherheitsfragen zusprach.

In Erinnerung an den arabischen Terroranschlag auf das Israel-Team bei den Spielen 1972 erinnerte Rogge an die elf Opfer in dieser Mannschaft und sprach davon, dass München damals „einen hohen Preis“ gezahlt habe. Neben der Sicherheit seien der Gigantismus, Doping und ethische Verfehlungen die größte Gefahr für Olympische Spiele. Die steigende Zahl positiver Doping-Proben seien „paradoxerweise“ ein Beleg dafür, dass die Anstrengungen gegen den Betrug im Hochleistungssport verstärkt worden seien.

In indirekter Anspielung auf die jüngste Suspendierung des unter Korruptionsverdacht stehenden IOC-Mitglieds Ivan Slawkow forderte der IOC-Präsident strikte Einhaltung der Ethikregeln. „Lasst uns jene Athleten und Sportführer bestrafen, die das nicht tun“. Rogge zeigt sich zuversichtlich, dass die olympische Bewegung mit den Gefahren richtig umgehen wird.

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