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Inzest-Fall - Weiter keine Anhaltspunkte für Mittäter

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Im Inzest-Fall in Amstetten gibt es weiter keine Anhaltspunkte für einen möglichen Mittäter. Dies berichtete Gerhard Sedlacek, Sprecher der Staatsanwaltschaft St. Pölten, auf APA-Anfrage am Montag. Ebenso gebe es "nichts Konkretes" hinsichtlich weiterer Straftaten von Josef F., dem Hauptverdächtigen.

Die Ermittlungen am Tatort werden weiter fortgesetzt. Sachverständige für Elektro- und Lüftungstechnik sollten das Verlies noch in Augenschein nehmen, erläuterte Sedlacek. Wie lange die Erhebungen noch dauern werden, war noch nicht bekannt.

Ein Prozess gegen den Tatverdächtigen, ein Termin war vorerst noch nicht abschätzbar, dürfte entsprechendes Medieninteresse nach sich ziehen. Es werde aber “eher nicht” daran gedacht, die Verhandlung vom Landesgericht St. Pölten zu verlegen, etwa in eine Veranstaltungshalle, so Franz Cutka, Vizepräsident des Landesgerichtes St. Pölten auf APA-Anfrage.

Für einen möglichen Prozess sei angedacht, etwa nur eine bestimmte Anzahl an Kamera-Teams zuzulassen. Die müssten sich dann aber damit einverstanden erklären, die Aufnahmen auch anderen Medien zukommen zu lassen. Cutka wies im APA-Gespräch zudem darauf hin, dass ein Prozess gegen Josef F. vermutlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden werde.

Am 27. April war in Amstetten ein schier unglaubliches Verbrechen bekanntgeworden: In einem Verlies soll der 73-jährige Josef F. seine Tochter 24 Jahre lang eingesperrt gehalten und sexuell missbraucht haben. Während der Gefangenschaft dürfte der Mann mit der 42-jährigen Elisabeth F. sieben Kinder gezeugt haben, eines von ihnen sei nach der Geburt gestorben. Das Baby habe der Mann in einem Holzofen verbrannt. Josef F. habe sich zu den Tathandlungen weitgehend geständig gezeigt. Der 73-Jährige befindet sich in der Justizanstalt St. Pölten in Untersuchungshaft.

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