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Inzest-Fall - Opfer nicht mehr im Landesklinikum Amstetten-Mauer

Nach fast achtmonatigem Aufenthalt in der Sonderkrankenanstalt sind die Tochter und Kinder des mutmaßlichen Täters bereits in ein eigenes Domizil gezogen. Der Ort wird nicht bekanntgegeben, so Opferanwalt Christoph Herbst auf APA-Anfrage am Montag.

Die 42-jährige Tochter von Josef F. und die sechs Kinder waren nach Bekanntwerden des Verbrechens in die Sonderkrankenanstalt gebracht worden. Die wurde auch Wochen nachher noch von Paparazzi belagert. Die Opfer konnten daher nicht ins Freie. Im Landesklinikum wurden die Kinder und die 42-Jährige abgeschirmt betreut. Ein umfassendes Ärzte- und Therapeutenteam stand dabei im Einsatz: Psychologen, Psychotherapeuten, Kinderpsychiater, Neurologen, Logopäden, Physio- und Ergotherapeuten.

Am 27. April war in Amstetten bekanntgeworden, dass der 73-jährige Josef F. seine Tochter 24 Jahre lang in einem Verlies eingesperrt und sexuell missbraucht haben soll. Während der Gefangenschaft habe der Mann mit der heute 42-Jährigen sieben Kinder gezeugt. Eines von ihnen sei 1996 drei Tage nach der Geburt gestorben, das tote Baby habe der 73-Jährige in einem Heizofen verbrannt. Josef F. befindet sich in Untersuchungshaft. Der 73-Jährige muss sich wegen wegen Mordes, Sklavenhandels, Vergewaltigung, Freiheitsentziehung, schwerer Nötigung und Blutschande vor Gericht verantworten. Der Prozess gegen Josef F. findet 2009 statt.

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