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Inventur bestätigt: Agrar Rankweil übergibt gesunde Wälder an nachfolgende Generation

Die intensive Waldpflege der vergangenen Jahre macht sich bezahlt.
Die intensive Waldpflege der vergangenen Jahre macht sich bezahlt. ©Agrar Rankweil
Rankweil. Waldwirtschaftsplan mit Zeithorizont 2035 zeigt Wirkung: Buchenanteil in Waldungen konnte in nur 20 Jahren verdoppelt werden, alle Baum-Altersklassen de facto gleichmäßig vertreten. Vollversammlung: Obmann Werner Abbrederis wurde für weitere vier Jahre wiedergewählt.

Der vor 20 Jahren von der Agrargemeinschaft Rankweil initiierte Waldwirtschaftsplan trägt Früchte, so das Ergebnis einer ersten Zwischenbilanz, die bei der Vollversammlung der Agrar Rankweil präsentiert wurde. Die kürzlich durchgeführte Waldinventur, im Rahmen derer der Zustand und die Veränderungen des Waldes zu Papier gebracht wird, verdeutlicht: „Wir sind auf dem Zielpfad“, freut sich Bernhard Nöckl, Betriebsleiter der Agrar Rankweil.

Der Waldwirtschaftsplan geht auf die Windwurfkatastrophen in den 1990er-Jahren zurück. Dort wurde ersichtlich, dass die Waldungen zum Teil deutlich überaltert sind. 65 Prozent des Gesamtflächenanteils bestand aus Bäumen der Altersklasse 7 (älter als 120 Jahre). Dramatisch stellte sich die Situation vor allem im Hoch- und Alpwald dar – dieser Revierteil der Agrar Rankweil befand sich teilweise bereits in der Zerfallsphase. Als Konsequenz wurde einerseits das Projekt Biomasse Heizwerk Rankweil ins Leben gerufen – und andererseits der Waldwirtschaftsplan initiiert. „In diesem ist im Detail festgehalten, wie die von uns bewirtschafteten Wälder gesund und nachhaltig der nächsten Generation übergeben werden können“, so Nöckl über den Plan mit Zeithorizont 2035. Die intensive Waldpflege der vergangenen Jahre hat dazu geführt, den Buchenanteil zu verdoppeln – und den ursprünglich veralteten Fichten-Tannen-Bestand um einen Fichten-Tannen-Laub-Mischwald zu erweitern. „Das ist die richtige Antwort auf den Klimawandel. Die Fichte hat in tieferen Lagen zusehends mit Schädlingen wie dem Borkenkäfer und der Trockenheit zu kämpfen“, erklärt der Betriebsleiter der Agrar Rankweil. Ein Mischwald mit hohem Buchenanteil sei in Bezug auf ökologische Veränderungen deutlich resistenter. Und: Alle Baum-Altersklassen seien heute nahezu gleichmäßig in den Waldungen vertreten – und somit ein nachhaltiger Kreislauf geschaffen worden.

Abbrederis als Obmann bestätigt

Der langjährige Obmann der Agrar Rankweil, Werner Abbrederis, wurde indes bei der Vollversammlung für weitere vier Jahre wiedergewählt. Neben ihm wurden auch die Vorstände Herbert Sturn, Robert Marte und Peter Jenny im Amt bestätigt.

Agrargemeinschaft Rankweil: Factbox

Aufgaben Agrar Rankweil: Nachhaltige Bewirtschaftung und Substanzerhaltung der Waldungen, Pflege des Schutzwaldes, Ausbau und Instandhaltung von Forst- und Rückewegen, Beitrag zur Sicherung der Trinkwasserversorgung, Bewirtschaftung der Alpen, Betrieb des Biomasseheizkraftwerkes von Rankweil, Jagdaufsicht, Betrieb des Steinbruches
Mitarbeiter: 12 (davon 3 Forstfacharbeiter-Lehrlinge)
Mitglieder: 750
Eigentümerverhältnisse: Agrar Rankweil 11 von 13 Teilen (davon Markgemeinde Rankweil Anteil von 22,73 Prozent), Agrar Meiningen 2 von 13 Teilen
Obmann: Werner Abbrederis
Gründung: 1959
Bewirtschaftete Fläche: rund 1500 Hektar
Wald: 1315 Hektar (davon 55 Prozent Schutzwald)

(Quelle: gstocha, bock)

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