Interview mit Reinhard Elbs

Reinhard Elbs
Reinhard Elbs ©Thomas Knobel
Egg. Nach der etwas überraschenden Entlassung zur Saisonhälfte von FC Brauerei Egg-Trainer Rainer Zwischenbrugger hat Urgestein Reinhard Elbs vorläufig bis Sommer 2009 das Coaching beim Wälder-Vorarlbergligisten übernommen. Beim erst kürzlich stattgefundenen Ländle-Hallenmasters in Wolfurt mit 86 teilnehmenden Mannschaften erreichte die Elbs-Elf den hervorragenden zweiten Turnierrang und für den Neotrainer war es ein mehr als geglückter Einstand. Im www.vol.at-Interview stellte er sich nun den Fragen über die Vergangenheit, Gegenwart, Ziele und Zukunft mit dem Traditionsklub.

vol.at: Warum hast Du das Traineramt beim FC Brauerei Egg übernommen?
Reinhard Elbs: Ich kenne den Verein, die Spieler und das Umfeld seit mehreren Jahrzehnten in Egg bestens. Bislang war ich Nachwuchskoordinator und habe in Egg am meisten aktive Einsätze (400!) bei Meisterschaftsspielen. Ich kenne die meisten derzeitigen Eins-Kicker noch aus der früheren Zeit, wo so im Nachwuchs gespielt haben und ich dort auch jahrelang als Trainer an ihrer Seite fungierte. Zwanzig Jahre war ich mit Erfolg Nachwuchstrainer in Egg. Daher war es auch naheliegend einmal mit meinen Jungs in der Kampfmannschaft als Coach tätig zu sein, nur kam es für mich etwas überraschend und zu früh. Ich habe mit der Planung meines Eigenheimes begonnen, aber werde mich trotzdem voll und ganz der Mannschaft widmen. Zu 90 Prozent ist im Sommer wieder Schluss, aber davon will ich noch nichts wissen und hören. Es freut mich riesig, dass ich seitens des Klubs das vollste Vertrauen bekommen habe.

vol.at: Was willst Du in Egg unter Deiner Ära alles ändern?
Elbs: 16 Punkte und der momentane siebente Tabellenplatz in der höchsten Spielklasse des Landes ist noch kein Ruhepolster und absolut unbefriedigend. Vor allem, weil es in der Regionalliga West bis zu fünf Absteiger geben kann ist in unserer Klasse ein beinharter Kampf um den Ligaverbleib in der Frühjahrsmeisterschaft zu erwarten, viele Klubs sind nur durch wenige Punkte getrennt. Im Frühjahr müssen wir von den ersten sechs Partien, gleich fünfmal davon auswärts auf fremden Plätzen antreten. Trotzdem bin ich guter Dinge und sehr optimistisch. Mit Rückkehrer Thomas Meusburger, der höchstwahrscheinlich den 6er-Part übernehmen wird, kommt noch mehr Qualität und Routine in die Mannschaft. Mit Patrick Zwischenbrugger (Bizau) gibt es nur einen einzigen Abgang. Das Spielsystem (neue Raumdeckung) wird verändert und unseren Gegebenheiten angepasst. Vor allem muss wieder viel mehr Spaß und Freude am Fußballsport der gesamten Mannschaft eingeimpft und zurückgewonnen werden. Bislang wurde Egg unter dem Wert geschlagen, die tatsächliche Qualität der Truppe wurde noch nicht abgerufen. Wir sind schon seit zwei Wochen im Training und bereiten uns gezielt auf die Rückrunde (28. März) vor.

vol.at: Was sind Deine Ziele im Frühjahr mit Egg?
Elbs: Ein guter Start in die Rückrunde wäre natürlich sehr schön und zukunftsorientiert. Wir wollen uns aber kontinuierlich weiterentwickeln und so schnell wie möglich den Klassenerhalt schaffen. Speziell für die Frühjahrsmeisterschaft wird ein Top-Fünfplatz angestrebt, in der Gesamttabelle wird dies nicht mehr möglich sein, der Punkteabstand ist zu hoch. Die Qualität ist auf alle Fälle da, auch mit den Großen im Konzert mitzuspielen. Mit Jochen Rohner, Johannes Sutterlüty und Markus Meusburger kommt ein starkes Trio wieder zurück ins Team, waren mehrere Monate verletzungsbedingt außer Gefecht. Der Konkurrenzkampf ums Stammleibchen wird groß sein, wenn keine Verletzungssorgen auftreten.
Thomas Knobel

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