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Internationale Musikwelt trifft sich bei poolbar-Festivals in Feldkirch und Wien

Kumbia Queers: Hier darf die Redewendung "nomen est omen" definitiv ins Spiel gebracht werden.
Kumbia Queers: Hier darf die Redewendung "nomen est omen" definitiv ins Spiel gebracht werden. ©poolbar.at
Vom "Gaynsta"-Rap über den Garagensound hin zu den good old eighties und zu jenen, die auszogen, Punkrock-Musikgeschichte zu schreiben. Und DJ Vadim komplettiert das Line-Up für "poolbar mit pratersauna" in Wien.

Während der poolbar style-Wettbewerb und der poolbar Architektur-Wettbewerb entschieden sind und der Countdown für Einreichungen zum poolbar Kunst-Wettbewerb läuft (23.April ist deadline), nimmt das musikalische line-up des diesjährigen poolbar-Festivals im Alten Hallenbad in Feldkirch weiter Form an. Die Veranstalter können folgende Neuzugänge ankündigen:

Mit LE1F kommt ein Vertreter des so genannten “Gaynsta”-Raps, der abseits von Jay-Z und 50Cent zur Zeit die Trends in den USA setzt.

Mit einer wilden Mischung aus Cumbia und Punk-Rock hingegen entert das mexikanisch-argentinische Quintett Kumbia Queers die Bühne – und will explizit als queere Band wahrgenommen werden.

Der Brite Chad Valley macht verträumten Synthie-Pop aus der Jetztzeit mit mutigem Rückgriff in den bunten Wundertopf der elektronischen goold old eighties, während sich Rangleklods aus Dänemark ganz offen vor den Größen der Wave-/Synthpop-Szene verneigen.

Scott Matthew und Frank Turner & The Sleeping Souls halten die qualitative Meßlatte als Singer/Songwriter hoch – der eine solo, der andere mit Band und Folk-Rock-Anleihen.

Dafür haben sich die Japandroids aus Kanada ganz dem Garage-Rock verschrieben und schaffen es – lediglich mit Gitarre und Schlagzeug – die Hallen zu füllen.

Last but not least beehren zwei musikalische Highlights das poolbar-Festival, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Doch beide haben ihr neues Album mit im Gepäck: Die Rede ist von den Punk-Rock-Heroen Bad Religion und den Shout Out Louds aus Schweden.

Und da das gesprochene gegenüber dem gesungenen Wort nicht vernachlässigt werden darf, wird auch in diesem Jahr wieder der beliebte Poetry Slam statt finden.

Headliner und Programmpunkte im Detail:

DJ Vadim in Wien

Mit DJ Vadim konnte am MI, den 08. Mai eine wahre Legende des Hip Hop als weiterer Headliner für poolbar mit pratersauna gewonnen werden. Vadim arbeitete in seiner langen Karriere unter anderen mit Stevie Wonder, The Roots, Prince, Public Enemy und Kraftwerk – vor allem aber ist er ein Workaholic am Puls der Zeit und ein permanent netzwerkender musikalischer und technischer Innovator. Er selbst sieht sich nicht an ein Genre gebunden und bezeichnet sich als “music-lovin’ entertainer”, der offen für viele Styles und Einflüsse ist: auch Soul, Funk, Grime, Reggae und Bass sind Teil seiner spektakulären Sets. Der gebürtige Russe mit Wahlheimat London, New York und Berlin schafft aus den Eindrücken seiner permanenten DJ-Reisetätigkeit um die ganze Welt ein homogenes Ganzes: „Da trifft asiatische Folklore auf jamaikanische Dub-Sounds, um Platz für Downtempo-Instrumentals oder tanzbare Hip Hop-Tracks zu machen.“

Friskja Viljor

Als die sympathischen Schweden 2008 beim poolbar-Festival ihre Vorarlberg-Premiere feierten, war die Überraschung groß: Kaum einer kannte die „Liebeskummer-in-Bier-ertränken“–Songs, dennoch haben die beschwingten Bartträger das Publikum sofort in den Sack gesteckt. 5 Jahre später ist der Liebeskummer längst verdaut, die Band ist zu einer der beliebtesten Festival-Bands gereift und die Anhängerschaft hat – spätestens seit dem heuer veröffentlichten 5.Studioalbum “Remember Our Name” – längst nicht mehr im pool Platz. Daher wird am Fr, den 5.Juli in der Halle abgetanzt.

LE1F

Ojay Morgan aus New York, kreativer Kopf hinter LE1F, gilt gemeinsam mit Frank Ocean als Vorreiter des Gay Hip Hop, der ja seit 2012 mit großem Getöse den Mainstream rund um Jay-Z und 50Cent erreicht hat. LE1F nennt seine Musik „Gayngsta Rap“, und entsprechend humorvoll ist auch sein bekanntestes Video, WUT. Knarzige Bässe, so manch herkömmlichen HipHop-Beat in Grund und Boden stampfend und eine geschliffene Wortakrobatik, die dem Gangsta-Rapper die im Hosenbund versteckte „Wumme“ vor Neid glatt durchrutschen lässt. Garniert mit einer wahrlich umwerfenden Tanzperformance und dem erfreulichen Wegfall von Körperkult und Arschgewackel („Nas und Jay-Z machen das doch auch nicht“): das ist LE1F. Und er hat es ganz ohne Bling-Bling zum poolbar-Festival geschafft. Dafür mit der neuen Mode-Kollektion von MC Hammer. Auf dem Laufsteg am SA, den 06. Juli.

Kumbia Queers

Hier darf die Redewendung „nomen est omen“ definitiv ins Spiel gebracht werden und wirkt auch nicht aufgesetzt. Tatsache: Die sechsköpfige Band aus Mexiko und Argentinien ist nicht nur im musikalischen Spannungsfeld zwischen Cumbia und Punk-Rock(!) zu suchen, sondern will auch explizit als queere Band verstanden werden. Aus den Bandanfängen im Jahr 2007, als „man“ sich noch munter und fröhlich durch die Punk-Rock-Geschichte coverte, ist mit den Jahren eine eigenständige Band mit einem ebenso eigenständigen Sound geworden. Mit großem Wiedererkennungswert. Wie das Zusammenspiel aus cumbia’schen Trommeln (einmal mehr: nomen est omen), gaitas (Flöten) und rotzig-punkigen Rhythmen klingt – davon kann man sich FR, am 12.Juli ein Bild bzw. ein Ohr machen.

Chad Valley

Chad Valley, benannt nach einer bekannten britischen Spielzeugmarke, macht mit seiner Kopfstimme als Erkennungsmerkmal verträumten Synthie-Pop aus der Jetztzeit mit mutigem Rückgriff in den bunten Wundertopf der elektronischen goold old eighties. Als Schulterpolster noch in waren und auch und vor allem musikalisch hin und wieder das ein oder andere Verbrechen begangen wurde. Chad Valley zieht seinen ebenfalls britischen Rotschopf in diesem Zusammenhang galant aus der schmalzigen Synthie-Schlinge: Sein frischer und leicht anzuhörender Sound nimmt sich ebenso viele Anleihen aus den Genres Balearic-Pop und Chillwave wie aus der Glitzer-Elektronik von anno dazumal und wird – vielleicht genau deshalb – bei allen einschlägigen Musiksendern (sei dies Radio oder Fernsehen) in heavy rotation gespielt. Beim poolbar-Festival rotiert er am SA, den 13.Juli.

Scott Matthew

Wer hätte gedacht, dass Scott Matthew’s warme Stimme einst durch die Vertonung von Anime-Serien größeren Bekanntheitsgrad erlangen würde? Oder dass sein sinnnlich, androgyn anmutendes Timbre gleichzeitig auch auf dem Soundtrack einer Erotikkomödie zu finden ist – und auf dem letzten Rosenstolz-Album? Der gebürtige Australier ist stimmlich eine Erfahrung. Das hat er bereits 2011 bewiesen, als er den pool im Alleingang in eine vor Spannung knisternde Menge verwandelte. Das ist nicht einfach, bei beinahe 500 Menschen, Haut an Haut, Nase an Nase. Aber nicht unmöglich. Eine weitere Bestätigung seines Könnens erfolgt am FR, den 19. Juli.

Frank Turner & The Sleeping Souls

Frank Turner, der in Bahrain geborene britische Musiker, hat sich aufgemacht, den Folk-Rock und den Punk zu revolutionieren. Wie er das bewerkstelligen will? Indem er beide Musikrichtungen fusioniert und aus diesen Versatzstücken etwas gänzlich Eigenständiges kreiert. Als Headliner füllt er die größten Hallen – zuletzt die Wembley Arena in London: ausverkauft. Und jeder sang jedes Wort mit. Im selben Jahr spielte er bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele 2012 im Olympiastadion London vor ca. 80.000 Zuschauern. Wir sind sicher, dass ihm da die Intimität des Reichenfeldes zwischendurch ganz gelegen kommt. Ihm treu zur Seite seine Band „The Sleeping Souls“. Um es mit den Worten respektive dem Titel seines ersten Albums zu sagen: Sleep Is For The Week. Genau – geschlafen wird in diesem konkreten Fall tatsächlich unter der Woche, um am SA, den, 20.Juli fit zu sein. Vollzähliges Erscheinen wird vorausgesetzt.

Poetry Slam

Die Redewendung „Alle Jahre wieder“ wäre im Falle des Poetry Slam beinahe eine Verunglimpfung. Zu wortgewandt, sprachbegabt sind die Beiträge, zu aussagekräftig die Inhalte der Mitwirkenden. Von Spoken Word über Mundart bis hin zum Kabarett: Innerhalb der begrenzten Zeitspanne von fünf Minuten wird komprimierter Wortwitz und eine ausgeklügelte Sprachstrategie serviert. Der Poetry Slam ist seit Jahren Länder übergreifend und erfreut sich höchster Beliebtheit – bei Vortragenden wie auch Zuhörern. Oder, um es mit den Worten von Markus Köhle, seines Zeichens Moderator des Dichterwettstreits, auszudrücken: „Poetry Slam ist Begeisterung, ist Herz, ist Adrenalin pur, ist der 100-Meter-Sprint der Literatur”. Dem ist nichts hinzuzufügen, außer: SO 21. Juli.

Japandroids

Ist es wissenschaftliche Berechenbarkeit – oder aber die pure Leidenschaft an der Musik? Haben sich Gitarrist Brian King und Schlagzeuger David Prowse, der eine studierter Naturwissenschaftler, der andere Anthropologe, auf Grund streng empirischer Vorgaben zum Duo zusammengeschlossen? Oder sollte es sich hingegen doch um die menschliche, allzu menschliche Liebe des Menschen zur Musik handeln? Letzteres darf vermutet werden: Wie ein Sturmwind agieren Japandroids – heiß geliebt von Pitchfork und all den Hype-Blogs – auf der Bühne, sie teilen sich nicht nur die immense Spielfreude, sondern auch den Posten des Leadsängers. Der Garage Rock der beiden Kanadier, unwissenschaftlich gesprochen, knallt so richtig rein. Quod erit demonstrandum am MO, den 29. Juli.

Rangleklods

Der Name – sagt überhaupt nichts. Sagt der Mann dahinter. Der Mann davor hat einen Master in elektronischer Musik und kommt aus Dänemark. Was macht „man“ nun also für Musik? Die Antwort ist verblüffend: Wer Esben Andersen in die Abteilung verkopftes Elektronik-Frickel-Frackel gesteckt hätte, irrt gewaltig. So sperrig und beinahe schon unzumutbar der Name, so angenehm eingängig und einfühlsam die Musik. Rangleklods steht für warmen, tanzbaren Elektropop, der nicht verhehlt, sich bei den Großen des Wave/Synth-Pops zu verneigen, aber auch genug Eigenständigkeit beweist, um Neues zu kreieren. Im Mittelpunkt, und auch gut hörbar, die Stimme Andersens, die trotz der üppigen Elektronik Hauptbestandteil seiner Musik ist. Die einen vergleichen ihn stimmlich mit Jim Morrison von den Doors oder Ian Curtis von Joy Division, die anderen mit Chris Martin von Coldplay. Gerechtfertigt? Die Antwort gibt es am SA, den 03. August.

Bad Religion

Sie haben nicht nur das Genre des Melodic Punk Rock entscheidend mitgeprägt, sondern haben sich auch gleichzeitig auf Grund der philosophischen, politischen wie auch wissenschaftlichen und literarischen Herangehensweise an ihre Songtexte einen unwiderruflichen Namen gemacht: Bad Religion. Zu viel des Guten? Mitnichten: Die bissige Sozialkritik in den Songs von Bad Religion wurde und wird oft kopiert, der „Punk Rock Song“ findet noch heute seine musikalischen wie inhaltlichen Nachahmer – und auch das unverkennbare „Crossbuster“-Logo vermag noch zu provozieren. Das ist Kunst! Und dazwischen: veröffentlicht das Punk-Urgestein um Greg Graffin im Jahr 2013 das bereits 16. Studio-Album. Werden sie mit im Gepäck haben, am DI, den 06. August.

Shout Out Louds

Schweden hat nicht nur ungemein robuste Autos hervorgebracht, um sich in der unwirtlichen Natur zu behaupten, sondern auch Musik mit Wiedererkennungswert. Vor allem aber ein großes Ausmaß an Beständigkeit – welches ohne Umschweife zu Shout Out Louds führt. Der Indie-Gitarrenpop der Schweden hat sich seit der Bandgründung im Jahr 2001 stetig aber unaufgeregt weiterentwickelt und präsentiert sich aktuell ausgereifter denn je, was unlängst im ausverkauften Wiener WUK eindrücklich bewiesen wurde. Am MI, den 14. August können die Stockholmer Überzeugungsarbeit leisten. Sollten sie klingen wie beim ihrem ersten Auftritt beim poolbar-Festival 2010, kann die Textzeile aus dem Single-Hit Fall Hard “And I know it’s not forever” in weite musikalische Ende Ferne gerückt werden.

Alle Infos auf www.poolbar.at.

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