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Innovative Energiesysteme als Standard

©VN/ Andreas Uher
Adi Gross, Geschäftsführer des Energieinstituts Vorarlberg, über erneuerbare Energien.

Im vergangenen Jahr haben die Bundesländer gemeinsam mit dem Bund eine verbindlich umzusetzende Vereinbarung abgeschlossen in der es um Energiestandards in den Förderungen und den Einsatz erneuerbarer Energieträger geht.

Erneuerbare Energie

Der Vorarlberger Landtag hat diese Vereinbarung im Dezember 2008 einstimmig angenommen. In Folge wurde sie, mit Wirksamkeit Jänner 2009, in der Wohnbauförderung und in den Energieförderungen des Landes umgesetzt. Was heißt das nun? Das bedeutet im Wesentlichen, dass zum Erhalt einer Wohnbauförderung die Nutzung erneuerbarer Energieträger erforderlich ist. Ergänzend gibt es einige Ausnahmebestimmungen bei fossilen Energieträgern.

Hohe Wertschöpfung

In den Energieförderungen (Biomasse, Wärmepumpen) bedeutet dies, dass diese mit einer Solaranlage zu kombinieren sind. Begleitend gibt es dazu Qualitätsanforderungen, wie beispielsweise die Einhaltung einer Jahresarbeitszahl von 4 bei Wärmepumpen. Fast 40% des gesamten Energiebedarfs benötigen wir fürs Heizen und zur Warmwasserbereitung. Also ist es wichtig da was zu tun. Energie- und klimapolitisch ist dies ein sehr wichtiger Schritt. Ebenfalls bringt dies wirtschaftspolitische (hohe heimische Wertschöpfung bei erneuerbaren Energieträgern) und sozialpolitische Vorteile (langfristig geringe Energiekosten fürs Heizen).
Wir müssen verstehen lernen, dass die Lage sehr ernst ist. Wollen wir unseren Kindern eine gute Zukunft sichern, müssen wir den Klimawandel wirksam bekämpfen. Daneben werden die Ressourcen knapp und teuer. Darum müssen wir uns so schnell wie möglich unabhängig machen. Deshalb hat auch der Vorarlberger Landtag das Ziel der Energieautonomie Vorarlberg einstimmig beschlossen. Die Anlagen werden parallel vom Land hoch gefördert um bei der Hürde einer etwas höheren Investition zu helfen. Hohe Qualitätskriterien sind wichtig, damit die gewünschten Effekte auch tatsächlich erreicht werden und sich die Bürger darauf verlassen können.

Finanzielle Einsparung

Wie Vergleichsrechnungen zeigen, unterscheiden sich über die Lebensdauer Heizsysteme in ihren Kosten nicht sehr stark. Und vergessen wird nicht, bei der Nutzung erneuerbarer Energieträger kommt über Einsparungen Geld zurück, wo ist das sonst der Fall bei unseren Privatausgaben? Betreffend Kosten sei darüber hinaus angemerkt, dass diese Diskussion breiter geführt werden muss. Es gibt viele äußere Kostenfaktoren und es gibt eine Reihe von Kostenfaktoren, die mit unseren persönlichen Bedürfnissen und Werthaltungen zusammenhängen (Ausstattungen, Wohnflächen, Ort, etc.). Diese sind den jeweiligen öffentlichen Interessen gegenüberzustellen und abzuwägen.
Ich denke das Ziel – nachhaltige Energieversorgung – steht außer Streit. Und das bei höchster Lebensqualität. Es geht nun darum, in eine gemeinsamen Anstrengung an einer guten Umsetzung zu arbeiten. Da kann es auch mal sein, dass dieses oder jenes Detail zu überdenken ist. Daran sollte es nicht scheitern. Packen wir es gemeinsam an!

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