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Innere Sicherheit Großbritanniens von außen bedroht

Die innere Sicherheit Großbritanniens ist laut einer Studie vor allem von außen bedroht:

In einem Bericht des Londoner Instituts für Öffentliche Politikforschung (IPPR) werden 27 “schwache Staaten” aufgelistet, in denen extremistische Organisationen Terroristen für Anschläge in Großbritannien ausbilden können. Solche Staaten – zum Beispiel Haiti, Nigeria, Somalia und Jemen – seien deshalb eine Gefährdung der nationalen Sicherheit, heißt es in der Studie, zu deren Autoren der frühere NATO-Generalsekretär George Robertson gehört.

In den “schwachen Staaten” könnten ungehindert kriminelle Gruppen agieren, die Rauschgift schmuggelten und Markenprodukte fälschten. Mit dem Einnahmen finanzierten sie Terrororganisationen, die dann von dort aus ungehindert Angriffe in Großbritannien koordinieren könnten. “Transnationale Terroristen haben schnell entdeckt, dass in diesem globalen Raum, der weitgehend unreguliert ist und in dem es die Herrschaft der Rechts entweder kaum oder gar nicht gibt, mit der Aussicht auf Straffreiheit operieren können – so wie sie das in den Bergen Afghanistans vor dem 11. September 2001 konnten”, heißt es in der Studie.

IPPR-Direktor Ian Kearns wies darauf hin, dass Terroristen in entlegenen Gebieten etwa der Sahelzone Afrikas völlig unentdeckt Ausbildungslager betreiben könnten. Es sei unmöglich, diese Gebiete südlich der Sahara etwa in Mali, Tschad und Sudan mit Patrouillen zu überwachen.

Die Autoren der Studie fordern die britische Regierung auf, die sogenannten schwachen Staaten zu stabilisieren und zu unterstützen. London sollte zudem auf internationale Vorschriften dringen, die Terroristen verwehren sollen, frei zugängliche Informationen für den Bau biotechnischer Waffen zu verwenden. “Wir brauchen ein multilaterales Vorgehen gegen Dinge wie Biotechnologie und wir denken nicht, dass die Regierung in dieser Hinsicht schnell genug agiert,” sagte Kearns. “Die globale Finanzkrise zeigt uns sehr deutlich, was passiert, wenn man keinen multilateralen Rahmen hat, um mit internationalen Problemen umzugehen.”

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