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Industrie verliert Schwung

Schwarzach – Ökonomen der Bank Austria erwarten aber 2011 Industriewachstum von acht Prozent.
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„Die Vorarlberger Industrie kann sich vom aktuellen Dynamikverlust des Sektors auf Bundesebene nicht abkoppeln. Allerdings zeigt das Beschäftigungsplus von 4,2 Prozent im Juli bzw. 4,5 Prozent im Durchschnitt der ersten sieben Monate, dass Vorarlbergs Industrieunternehmen auch Anfang der zweiten Jahreshälfte optimistisch geblieben sind. Vorerst sogar noch optimistischer als die Industrie im Bundesdurchschnitt, gemessen am Beschäftigungswachstum im Juli von 2,2 Prozent.“

Jobaufbau geht weiter

So Mag. Günter Wolf, Ökonom der Bank Austria in Wien, zu den VN. Und Wolf weiter: „Besonders hervorzuheben sind die Vorarlberger Metallverarbeiter, die Kunststoffwarenerzeuger und die Elektroindustrie. Das sind die Branchen, die seit Monaten überdurchschnittlich viele neue Arbeitsplätze schaffen. Das Tempo des Jobaufbaues in diesen Bereichen hat bis zum Juli noch nicht nachgelassen und lag zuletzt jeweils deutlich über sieben Prozent. Im Durchschnitt der ersten fünf Monate ist die Indus­trieproduktion in Vorarlberg noch um rund 13 Prozent, auf Bundesebene um knapp 12 Prozent gestiegen.“

Nur moderate Einbußen

Wolf geht davon aus, dass sich Vorarlberg als „Industriehochburg und stark exportorientiertes Bundesland“ einer Konjunkturabkühlung nicht entziehen kann. Auf Basis einer konkurrenzfähigen breiten Palette von Produkten im oberen Qualitäts- und Technologiesegment sollten die Einbußen aber moderat bleiben. Insgesamt zeigt der Bank Austria EinkaufsManagerIndex im August aber, dass Österreichs Industrie nach zwei Jahren wieder Stagnationsniveau erreicht hat. Allerdings: „Nach dem durchschnittlichen Anstieg der Industrieproduktion im ersten Halbjahr 2011 um knapp über zehn Prozent im Jahresvergleich erwarten wir trotz des ruhigen Verlaufs in den kommenden Monaten noch ein Industriewachstum von acht Prozent im Gesamtjahr. Angesichts der sehr kräftigen Industriekonjunktur des ersten Halbjahres, die sich auch in einem BIP-Anstieg von vier Prozent niedergeschlagen hat, haben wir unsere Wachstumsprognose für das Gesamtjahr 2011 von 3,1 auf 3,3 Prozent angehoben“, so Bank-Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer.

VN

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