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Industrie-Strombedarf sinkt

Schwarzach - Dass die Wirtschaftskrise zumindest bei Teilen der Vorarlberger Industrie "angekommen" ist, wird neben anderen Indikatoren auch am rückläufigen Stromverbrauch ablesbar.

Nachdem die Illwerke/VKW-Gruppe schon im Letztquartal 2008 „im Bereich Mittelspannung (d. h. bei der Industrie, Anm.) die Tendenz eines Nachfragerückganges beobachten konnte, hat sich der Trend im Jänner und insbesondere im Februar messbar verfestigt”.

Das berichtete auf unsere Anfrage Vorstandsdirektor Dr. Ludwig Summer. Konkret fiel die Stromabgabe an die Industrie in den letzten drei Jännerwochen um 3,8 Prozent zurück (verglichen mit den zwei letzten Jännerdekaden 2008), im Februar sogar um 7,4 Prozent. „Es könnte sich ein Minus von 10 Prozent zusammenläbbern”, meinte Summer gestern mit Blick auf die nächsten Wochen und Monate. Das wären 80 Gigawattstunden Industriestrom weniger als im Jahr 2008 „oder zweimal der Gesamtjahresstrombedarf einer Gemeinde Lech”, machte Summer das Ausmaß anschaulich. Gut beobachtbar, so Summer, war dabei, dass speziell an Wochenenden der Stromverbrauch einbrach: „Da merkt man die vierte Schicht, die jetzt eben fast nirgends stattfindet, auch Energiewoche und Faschingswochenende waren arbeitsmäßig diesmal noch gründlicher als üblich ausgeräumt”, interpretierte Summer.

Die Netzstromabgabe insgesamt freilich, also Industrie, Gewerbe, Kommunen und Haushalte zusammen genommen, ist im Jänner und Februar sogar um 1 Prozent gestiegen. Der deutlich höhere, kältebedingte Stromverbrauch der Haushalte schlägt hier durch. Deshalb rechnet der Illwerke/VKW-Chef „mit einem Ergebnis von plus/minus Null bei der Gesamtabgabemenge im Erstquartal”.

Eine Rechtfertigung, von der E-Wirtschaft schon länger geplante Investitionen nunmehr auf die Warteliste zu setzen, sieht Summer im rückläufigen Industriestrombedarf aber keinesfalls. Im Gegenteil. „Wir stufen die Krise zum heutigen Zeitpunkt als kein Langfristereignis ein. Es wird, sobald die Wirtschaft wieder angesprungen sein wird, so gegen 2012 oder 2013 sogar einen Energieengpass, eine Energiekrise geben, eben weil Investitionen bei Öl und Gas wegen der Krise gestoppt und z. B. auch die Ausbaupläne für Kohlekraftwerke in Deutschland auf Eis gelegt wurden”, verwies Summer auf das von Illwerke/VKW ungebremst durchgezogene Investitionsprogramm von 100 Mill. Euro allein im laufenden Jahr.

Bei Gas noch ein Plus

„Zumindest an Verbrauchsrückgängen noch nicht ablesbar” ist die Krise bei der Vorarlberger Erdgas Gesellschaft (VEG) laut Geschäftsführer Ing. Erwin Kopf. Da der Jahresauftakt heuer deutlich frostiger war als 2008, schlagen Jänner und Februar sogar mit einem Abgabeplus von 12 Prozent zu Buche. Einschließlich Hauhalts- und Industrieprozessgas sogar mit fast 20 Prozent Plus. Das für unsere Betrachtung maßgebliche, konjunkturrelevante Dampfkesselgas weist ebenfalls 2 bis 3 Prozent Steigerung auf: „Darin ist aber auch die bezogene Raumwärme enthalten, so gesehen sind Produktions- und Raumwärme leider nicht präzise differenzierbar. Um wie viel die eigentliche Produktionsenergie rückläufig ist, sehen wir deutlicher ab April, wenn der kältebedingte Raumwärmebedarf zusehends vernachlässigbar wird”, kündigte Kopf an.

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