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Industrie erbringt eine Milliarde an freiwilligen Leistungen

Neujahrsmpfang der Industriellenvereinigung
Neujahrsmpfang der Industriellenvereinigung ©Sams
Martin Ohneberg, Präsident der Industriellenvereinigung Vorarlberg (IV), hat am Montagabend im Rahmen des virtuell abgehaltenen IV-Neujahrsempfangs die finanzielle und gesellschaftliche Bedeutung der Industrie betont.

Sie halte auch in der Krise ihren Kurs, unterstrich Ohneberg. Die Industrie erziele 40 Prozent der regionalen Wertschöpfung und sichere jeden dritten Arbeitsplatz im Land. Darüber hinaus erbringe sie über eine Milliarde Euro an freiwilligen Leistungen.

Nach Angaben von Ohneberg ließ die IV vom Verhaltensökonom Gerhard Fehr erheben, welche Leistungen die Vorarlberger Betriebe über ihr eigentliches Engagement hinaus erbringen - etwa als verlässliche Partner für Vereine, Sponsoren für Sport und Kultur oder Unterstützer für Sozial- und Umweltprojekte. "Dieser zusätzliche, freiwillige Beitrag zum Wohl ihrer Mitarbeiter, der Menschen in Vorarlberg und der globalen Gesellschaft beträgt über eine Milliarde Euro und damit mehr als die Hälfte des Jahresbudgets des Landes Vorarlberg", stellte Ohneberg fest. Der IV-Präsident erhoffte sich von der Sichtbarmachung des Industrie-Engagements ein größeres Bewusstsein in der Bevölkerung für den Stellenwert der Industrie und ihre Anliegen. "Die Industrie war nicht nur in der Vergangenheit für die Menschen da, sondern wird es auch in der Zukunft sein", betonte Ohneberg.

Ohneberg zeigt sich optimistisch

Vorsichtig optimistisch zeigte sich der IV-Präsident, dass Vorarlberg die Coronakrise - trotz der sehr unterschiedlichen Betroffenheit - bestmöglich überwinden wird: "Mit Hilfe unserer robusten Industrie, vielen engagierten Beschäftigten und Leistungsträgern aus allen gesellschaftlichen Bereichen ist es gelungen, das Land am Laufen zu halten. Durch Testen und Impfen haben wir es ab sofort selbst in der Hand, möglichst rasch aus der Krise heraus in eine baldige Aufbruchstimmung zu kommen", so Ohneberg. Sobald es gelinge, die Pandemie in den Griff zu bekommen, "kann es auch sehr schnell wieder in die andere Richtung gehen", war Ohneberg überzeugt. Das zeige auch der Blick nach Asien.

Wünsche an die Politik

Vonseiten der politischen Entscheidungsträger wünschte sich Ohneberg eine offensive Standortpolitik. Trotz der riesigen Schäden, die das Coronavirus anrichtet, gelte es mit positiven, mutigen Zukunftsbildern Vorarlberg verantwortungsbewusst zu gestalten, so der IV-Präsident.

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