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Indien: Waffenstillstand in Assam

Nach der Ermordung von mehr als 90 Zivilisten im Nordosten Indiens haben die dafür vermutlich verantwortlichen Rebellen einen sechsmonatigen Waffenstillstand angeboten.

Der Ministerpräsident des nordostindischen Bundesstaats Assam, Tarun Gogoi, sagte nach Angaben des Nachrichtensenders NDTV vom Freitag, er habe einen Brief der „Nationalen Demokratische Front von Bodoland“ (NDFB) erhalten. Darin biete die NDFB Gespräche an.

Bei einer Serie von Anschlägen waren in Assam und im benachbarten Bundesstaat Nagaland Anfang des Monats mehr als 90 Menschen getötet worden. Niemand bekannte sich zu den Bluttaten, die Polizei vermutete aber die NDFB als Urheber. Gogoi sagte, auch andere Rebellengruppen hätten Gesprächsbereitschaft signalisiert. Die mächtige Vereinte Befreiungsfront von Assam (ULFA) habe sich allerdings nicht zu dem Gesprächsangebot seiner Regierung geäußert.

Die NDFB und die ULFA kämpfen für die Unabhängigkeit von Indien. Sie machen aber vor allem durch kriminelle Handlungen von sich reden. Im Nordosten Indiens sind rund 50 Rebellengruppen aktiv. Sie rekrutieren sich meist aus den in diesen Regionen weit verbreiteten verschiedenen Stämmen.

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