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Indien: Mindestens 77 Tote bei Zugunglück

Bei einem schweren Zugunglück im Süden Indiens sind am Samstag mindestens 77 Menschen ums Leben gekommen. Rund hundert Menschen konnten verletzt gerettet werden.

Die Bahn war in einen Hochwasser führenden Fluss gestürzt.

Der insgesamt 17 Wagen umfassende Zug war in der Stadt Veligonda auf einen Streckenabschnitt geraten, dessen Gleise vom heftigen Regen unterspült worden waren. Fünf der sieben entgleisten Wagen stürzten in den an der Strecke gelegenen Fluss. Taucher der indischen Streitkräfte und Freiwillige schwammen zu den Waggons, um die Passagiere zu befreien.

Die Hilfe traf verzögert ein, weil zahlreiche Straßen im Umkreis der Unglücksstelle unter Wasser standen. Die Verletzten mussten mit Hubschraubern nach Hyderabad geflogen werden, der Hauptstadt des Staates Andhra Pradesh.

„Wir haben tief und fest geschlafen, als es plötzlich einen lauten Knall und einen Aufschlag gab. Im nächsten Augenblick stand der Zug unter Wasser“, berichtete ein Überlebender, der bei dem Unglück seine Frau, seinen Bruder und fünf weitere Familienmitglieder verlor. „Ich habe es geschafft, aus dem Wagen herauszuklettern, aber andere hatten weniger Glück.“

Bereits vor dem Unglück hatten Überschwemmungen in Andhra Pradesh und zwei Nachbarstaaten im Laufe der Woche mindestens 90 Menschen das Leben gekostet. Die meisten ertranken, erlitten Stromschläge oder wurden von einstürzenden Häusern begraben.

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