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Indien: 70 Tote bei Überschwemmung

Bei einer Überschwemmung an einem Fluss im zentralindischen Bundesstaat Madhya Pradesh sind vermutlich mehr als 70 Hindu-Pilger ertrunken. Bisher seien 38 Leichen gefunden worden.

Das sagte ein örtlicher Polizeichef am Montag. Weitere 35 Pilger würden noch vermisst.

Die Pilger hatten sich am Donnerstag zum Gebet am Ufer des Flusses Narmada aufgehalten, als eine Springflut über sie einbrach. Nach Angaben von Augenzeugen stieg der Pegel des Narmada plötzlich an, nachdem die staatliche Entwicklungsgesellschaft NHDC Wasser aus einem Stausee des Flusses ablaufen ließ.

Die NHDC bestritt die Berichte, konnte aber zunächst keine andere Erklärung für die Überschwemmung liefern. Geregnet hatte es in der Region nicht. Die Behörden ordneten eine Untersuchung des Vorfalls an.

Das umstrittene Staudammprojekt am Narmada und seinen Nebenflüssen sieht den Bau von 3.000 Dämmen in drei Bundesstaaten vor. Hunderte Familien mussten bereits für das Bauvorhaben umgesiedelt werden. Kritiker sehen den versprochenen Nutzen in keinem Verhältnis zu den Nachteilen für die Menschen und die Umwelt, die das Projekt hervorrufe.

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