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Indien: 60 Tote nach Staudammöffnung

Nachdem ein Staudamm unangekündigt geöffnet wurde, sind in Indien 60 Menschen ertrunken. 100 weitere werden vermisst. Die Schleusen eines Damms hatten sich geöffnet.

Als rund 100 Kilometer stromaufwärts Wärter die Schleusen des Damms öffneten, ergossen sich die Wassermassen auf die feiernden Menschen, berichtete die Nachrichtenagentur PTI am Dienstag.

Zunächst war von acht Toten die Rede gewesen. Bis Dienstag stieg die Zahl der Ertrunkenen jedoch auf mindestens 60, wie ein Polizeisprecher im Bundesstaat Madhya Pradesh mitteilte. Taucher bargen noch immer weitere Leichen aus dem Fluss. „Womöglich finden wir aber keine Leichen mehr, weil sie schon flussabwärts gespült wurden“, sagte der Sprecher.

Am Abend vor dem Neumondfest tauchen die Menschen traditionell im Fluss unter. Viele Familien campierten deshalb am Ufer, als das Wasser zu steigen begann.

Der Geschäftsführer des Staudammbetreibers machte eine „Lücke in der Kommunikation“ für das Unglück verantwortlich. Das Wasser sei bei der Stromerzeugung routinemäßig abgelassen worden. Das Unternehmen sei nicht über über Feier am Flussufer informiert worden. Nach Angaben der Polizei waren die Menschen aufgefordert worden, nicht im Fluss zu baden, weil das Wasser ansteigen könne. Die Regierung von Madhya Pradesh setzte inzwischen eine Kommission ein, die den Vorfall untersuchen soll.

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