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Inatura-Biologe: Wolf könnte sich dauerhaft in Vorarlberg ansiedeln

©VOL.AT/Rauch
Inatura-Biologe Klaus Zimmermann will nicht ausschließen, dass sich irgendwann ein Rudel im Ländle ansiedeln könnte. Vor allem für Besitzer kleiner Schafsherden bedeutet dies ein Umdenken.
Isegrim im Ländle

Wie auch der Landes-Wildbiologe Hubert Schatz vermutet Zimmermann einen durchstreifenden Wolf hinter dem Schafsriss. Nach dem aktuellen Wissenstand handelt es sich dabei um einem Wolf aus dem Norden, sowohl in Deutschland wie Polen gibt es große Wolfspopulationen. In der direkten Nachbarschaft gibt es jedoch auch Wölfe, sowohl in der Schweiz wie auch Italien. Man wird also auch künftig mit durchstreifenden Wölfen auf Brautschau rechnen müssen – und auch eine dauerhafte Ansiedlung eines Wolfsrudels will Zimmermann nicht ausschließen.

Rückkehr des Hirtenhundes

Vor allem für Halter von Schafen und anderen kleinen Nutztieren bedeutet dies Umstellungen. Für die Wölfe sind die Herdentiere leichtere Beute als Wildtiere. Zimmermann sieht daher den Bedarf von stärkerem Herdenschutz – mit bewährten Mitteln der Vergangenheit wie Hirtenhunde und Hirten. Gerade aber für Nebenerwerbsbauern mit kleinen Herden ist dies jedoch nicht immer möglich, weiß auch der Biologe. In der nahen Schweiz habe man damit aber bereits gute Erfahrungen gemacht.

Wolf meidet Menschen

Für andere Personen würde die Anwesenheit des Wolfes keine Änderung darstellen. Das Raubtier selbst scheut den Kontakt zum Menschen. Auch Tollwut sei im Lande seit Jahren ausgerottet, von den Tieren würde daher keine Gefahr ausgehen.

Grüne fordern lösungsorientierten Umgang

„Der Wolf ist weder ein Kuscheltier, noch eine blutrünstige Bestie. Ein faktenorientierte und lösungsorientierte Umgang mit dem Wolf ist notwendig“, nimmt der grüne Agrarsprecher Daniel Zadra auf die nun bestätigten Wolfsrisse im Bregenzerwald Stellung.

Ziel müsse ein möglichst konfliktfreies Zusammenleben von Mensch und Wolf sein. Dabei sei das Wolfsmanagment ein wichtiges Handlungsinstrument. „Dabei ist zentral, dass man auf die Bäuerinnen und Bauern des Landes aktiv zugeht. Wo notwendig müssen die Themen Herdenschutz und vorbeugende Maßnahmen besprochen und umgesetzt werden“, so Zadra.

(Red.)

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