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In USA wächst Widerstand gegen Irak-Krieg

Je offensichtlicher US-Präsident George W. Bush zum Krieg gegen Irak bläst, desto mehr häufen sich die kritischen Stimmen im eigenen Land.

Kongressabgeordnete, Intellektuelle, Schauspieler und Geistliche warnen vor Gewalt gegen Irak. Sie alle eint die Furcht, ein Angriff auf den irakischen Machthaber Saddam Hussein könne sich zu einem grösseren Konflikt ausweiten.

Auf den Stufen des Kapitols in Washington demonstrierten in der vergangenen Woche demokratische Parlamentarier. Ein Krieg wäre „ungerechtfertigt, nicht abgesichert und ungesetzlich“, schimpfte der Abgeordnete Dennis Kucinich aus Ohio.

Angesichts der unnachgiebigen Haltung der Regierung forderte er, der Titel von Verteidigungsminister Donald Rumsfeld müsse jetzt wohl in „Angriffsminister“ geändert werden. „Inspektionen statt Krieg“ riefen auch Demonstrantinnen, als Rumsfeld im Kongress über die Notwendigkeit eines Eingreifens in Irak referieren wollte.

Die Frauen wurden vom Ordnungsdienst rasch abgeführt. Doch der Protest ist damit nicht mundtot zu machen: Immer wieder tauchten bei den öffentlichen Auftritten von Präsident Bush in den vergangenen Tagen Demonstranten mit Schildern wie „Lasst Bush fallen statt Bomben“ auf.

In Washingtons Strassen mehren sich die Plakate mit dem Slogan aus dem letzten Golfkrieg: „No Blood for Oil“ – Kein Blut für Öl. Die demokratische Abgeordnete Sheila Jackson Lee aus Bushs eigenem Bundesstaat Texas hat bereits hunderte E-Mails gegen einen Krieg bekommen. „Das sind echte Patrioten, auch Kriegsveteranen sind darunter.“

Für die Kongressabgeordnete Barbara Lee aus Kalifornien wäre ein Krieg gegen Irak ein gefährlicher Präzedenzfall: „Welches Land ist dann als nächstes dran? Ich stimme zu, dass diese Welt ohne Saddam Hussein eine bessere wäre. Aber eine Welt, die sich an Recht und Gesetz hält, wäre noch viel besser.“

Der Demokrat Nick Rahall aus Virginia ging sogar noch weiter und reiste zu einer selbst erklärten „Friedensmission“ nach Bagdad. Die erhoffte Publizität erreichte er damit allerdings nicht.

Mehr Wirkung könnte ein offener Brief an Bush haben, in dem sich die katholische Bischofskonferenz gegen einen US-Militäreinsatz wandte. Immerhin sind 63 Millionen US-Bürger und damit 23 Prozent der Bevölkerung katholisch.

Die Bischöfe zweifelten die „moralische Rechtfertigung eines vorschnellen, einseitigen Militäreinsatzes zum Sturz der irakischen Regierung“ darin an.

Die katholische Kirche stehe zwar voll zum Militäreinsatz in Afghanistan. Doch „angesichts der bisherigen Erfahrungen und der Risiken halten wir es für schwierig, den Krieg gegen den Terrorismus auf Irak auszudehnen“.

„Nicht in unserem Namen“ ist auch die Überschrift über einem Manifest, das hunderte Intellektuelle in der „New York Times“ veröffentlichten. Es solle hinterher niemand sagen können, die amerikanische Bevölkerung sei tatenlos geblieben, „als ihre Regierung einen Krieg ohne Grenzen erklärt und krasse Repressionsmassnahmen erlassen hat“.

Die Umfragezahlen sprechen allerdings eine klare Sprache:
65©Prozent der US-Bürger erklärten, sie würden einen Krieg unterstützen, wenn Irak damit von der Entwicklung chemischer, biologischer und atomarer Waffen abgehalten werden könne.

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