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In Sotchi ticken die Uhren etwas anders

Die Hierarchien sind in Sotschi für die Organisatoren die größten Hürden.
Die Hierarchien sind in Sotschi für die Organisatoren die größten Hürden. ©EPA
Nicht nur das Catering, auch die Organisation im Austria Tirol House leitet ein Vorarlberger: Gerhard Stübe vom Festspielhaus Bregenz. Das Wichtigste für ihn ist in Sotschi Geduld.
Gerhard Stübe im Interview

Gerhard Stübe leitet die Organisation im Österreicher-Haus in Sotschi. Mittlerweile klappt das auch sehr gut, Probleme gab es aber am Anfang: “Wenn man sich vorstellt, dass acht Abteilungen mit 123 Personen zu einem orchestralen Ganzen zusammengeführt werden müssen, dann taucht die ein oder andere Hürde auf. Nach den ersten Tagen konnten wir diese Hürden aber auch überwinden.”

Geduld ist gefragt

Die größten Probleme bereiten Stübe und seinem Team die hierarchischen Strukturen in Russland: “Die führen dazu, dass man zum Beispiel nicht direkt mit dem Müllmann ausmachen kann, wann er den Müll abholt, sondern man muss warten bis der Chef vom Chef vom Chef Zeit hat, um das abzuklären.”

Geduld ist also gefragt, auch wenn hoher Staatsbesuch kommt: “Gerade bei Vladmir Putin war es eine Herausforderung. Um 15 Uhr gab es das Gerücht, das er kommt, um 17 Uhr hat man uns bestätigt, dass er in einer Stunde das Österreicher-Haus besucht. Normalerweise werden Besuche von hohen Politikern Monate vorher angemeldet und alle Vorkehrungen getroffen. Es ist aber alles gut gelaufen, Probleme haben uns nur die vielen Journalisten bereitet.”

Putins Besuch als Herausforderung

An was man dabei alles denken muss, erklärt der Eventmanager anhand des Essens: “Wir haben nicht gewusst, ob Herr Putin bei uns essen will. Wenn ja, wo möchte er essen. Deshalb haben wir drei Szenarien vorbereitet: Ein stilles Kämmerchen, in dem er ungestört wäre, dann mitten unter den anderen Gästen im Haus und in einem abgesperrten Bereich mit mehr Platz für sich.” Entschieden hat er sich dann für die Menge, organisatorisch gar nicht so einfach: “Wir mussten sein Bad in der Menge ja schließlich kontrollieren. Aus Sicht der Veranstaltung aber definitiv ein Highlight.”

Spezielle Medaillenzeremonien

Besonderes gibt es im Austria Tirol House aber auch für die siegreichen Sportler. Für sie gibt es eine spezielle Medaillenzeremonie: “Das beginnt mit dem Abholen im Freien mit einem Fahnenmeer, geht im Haus weiter mit einem moderierten Aufgang in die olympic hall. Dort werden sie von 200 Menschen und hunderten Fahnen begrüßt, interviewt und bekommen Geschenke. Das tolle Feedback der Sportler bestätigt uns dabei.”

Sperrstunden richten sich nach den Sportlern

Bei der Frage zu Matthias Mayers Goldfeier muss Stübe erst erklären, dass ein Oben-ohne-Foto nur bei so einer Großveranstaltung Thema wird: “Wenn das ein Skandal war, dann soll es so sein. Den Matthias hat es gefreut und alle waren gut drauf. Sperrstunden sollten sich aber grundsätzlich nach den Sportlern richten, sie sollen ihre Erfolge schließlich ausreichend feiern können.”

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