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"In Russland wie zu Hause fühlen" - Moskau vor dem WM-Anpfiff

Am Donnerstag ist Ankick.
Am Donnerstag ist Ankick. ©AP/AFP
In der Fanzone in Moskau wird schon gefeiert, Russland ist bereit: Die Weltmeisterschaft kann beginnen. Vor dem Anpfiff hadern manche Russen aber nicht nur mit ihrer Mannschaft.
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Der Geruch frischer Farbe liegt in der Moskauer Luft. Ein Mitarbeiter der Stadt tunkt den Pinsel in einen Topf dunkelroter Farbe, mit ruhiger Hand malt er den von der Sonne verblassten Schriftzug am Metro-Eingang nach. Sein Kollege befreit mit einem Schwamm eine Statue vom Schmutz des rauen Alltags der russischen Hauptstadt. Die Zeit, um die WM-Stadt Moskau auf Hochglanz zu polieren, ist so gut wie abgelaufen. Den Fußball-Fans aus aller Welt soll vom Anpfiff am Donnerstag (17.00 Uhr) an eine moderne, saubere Stadt präsentiert werden.

WM-Spielorte
WM-Spielorte ©APA

“Werden die ersten Spiele gewinnen”

Geduldig warten auch Fans in der Stadt auf die Eröffnung im Moskauer Luschniki-Stadion. Dann spielt Gastgeber Russland gegen Saudi-Arabien. Der Hobby-Fußballer Sergej hat Hoffnung: “Zumindest die ersten Spiele werden wir gewinnen, dann wird es schwer.”

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Der Jurist feiert schon vor der Eröffnung mit seinen Freunden in der Fanzone nahe der Lomonossow-Universität und bringt sich in Stimmung. Dort versammelten sich bereits Tage zuvor bis zu 25 000 fußballbegeisterte Menschen, um sich mit Konzerten auf die WM einzustimmen.

Russen wussten noch nicht zu überzeugen

Vor dem Eröffnungsspiel halten Sergej und seine Freunde ihre Präferenz nicht zurück: Um den Hals tragen sie Fanschals in den rot-weiß-blauen Farben der Nation. Doch ihre Hoffnung auf einen Sieg der Sbornaja teilen nur wenige Russen. Einer Umfrage des unabhängigen Meinungsforschungsinstituts Lewada zufolge glauben nur 14 Prozent an einen Heimsieg. Mit gutem Grund? Die schwächelnde Mannschaft spielte im letzten Test wenig überzeugend gegen die Türkei nur 1:1. Kommentatoren scherzen seitdem entweder über die Leistung der Russen oder schweigen sich im Fernsehen über Trainer Stanislaw Tschertschessow aus.

“In Russland wie zu Hause fühlen”

Staatschef Wladimir Putin hat sich eine Weltmeisterschaft nach höchsten Standards auf die Fahne geschrieben. Die Messlatte für die erste WM im größten Land der Erde liegt hoch. Denn sie ist mit Kosten von mehr als 10 Milliarden Euro die bislang teuerste. “Wir haben alles getan, damit sich unsere Gäste – Sportler, Experten und natürlich die Fans – in Russland wie zu Hause fühlen”, sagte er in einer Videobotschaft.

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Dazu zählen jedoch nicht nur die Kosten für geputzte Statuen. In den elf WM-Städten wurden die Stadien zum Teil komplett aus dem Boden gestampft, andere mussten erst WM-tauglich gemacht werden. Obdachlose und Bettler sollen aus den Stadtzentren vertrieben worden sein. Millionen wurden für umfassende Sicherheitsvorkehrungen und neue Straßen ausgegeben.

Nun muss sich zeigen, ob diese teuer ausgebaute Infrastruktur dem Ansturm der in- und ausländischen Fußballfans gewachsen ist. Um einem möglichen Verkehrschaos zu entgehen, sind viele Moskauer schon vor dem WM-Start auf ihre Datscha, ein Wochenendhaus außerhalb der Stadt, geflüchtet. Taxis sind in der Regel ausgebucht, die Metro überfüllt.

Fans feiern bereits

Nahe der Fanzone sammelt sich eine Gruppe Mexikaner mit Glitzer-Sombreros. Sie sehen diese Probleme nicht und wollen gleich mit Bier anstoßen. “Jetzt trinken wir erstmal darauf, dass wir erfolgreich in Moskau angekommen sind. Dann holen wir uns am Sonntag den Sieg gegen die Deutschen”, sagt einer von ihnen.

 

Westliche Spitzenpolitiker bleiben fern

Die WM findet erstmals in Russland statt, die insgesamt 64 Spiele werden in vier Zeitzonen und in elf Städten des Landes ausgetragen. Das Finale findet am 15. Juli – ebenfalls in Moskau – statt. Anders als gewöhnlich bleiben einige westeuropäische Spitzenpolitiker der Eröffnung des sportlichen Mega-Events demonstrativ fern. Neben Putin und Fußball-Weltverbandschef Gianni Infantino dürften nur etwa zehn ausländische Staats- und Regierungschefs im Luschniki-Stadion sitzen.

Betont schlichte Zeremonie

Vor dem Auftaktspiel soll das Turnier mit einer betont schlichten Zeremonie eröffnet werden. Es treten der britische Popstar Robbie Williams und die russische Sopranistin Aida Garifullina auf.

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(APA/Red.)

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