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In Gedenken an Josef Gmeiner

Bizau. „Wenn ihr mich sucht, sucht in euren Herzen, habe ich dort einen Platz gefunden, werde ich immer bei euch sein“. Dieses Zitat wählten die Angehörigen für die Todesanzeige des bei einem tragischen Verkehrsunfall verunglückten Josef Gemeiner.

Dass der Verstorbene bei vielen Menschen und insbesondere bei vielen jungen Menschen einen Platz gefunden hat, bewies die überaus große Anteilnahme der Bevölkerung. Pfarrer Armin Fleisch zelebrierte in Konzelebration mit Pfarrer Otto Feurstein den Auferstehungsgottesdienst, welcher vom Bizauer Chörle musikalisch umrahmt wurde. In ergreifenden Worten verabschiedeten sich zahlreiche Grabredner von einem Menschen, der allzu früh aus dieser Welt abberufen worden ist und dessen kurzes Leben gekennzeichnet war von Kameradschaft, Hilfsbereitschaft und Naturverbundenheit.

Josef wurde am 14. Juni 1990 als zweites von drei Kindern in der Familie Frieda und Josef Gmeiner geboren. Nach dem Besuch von Kindergarten und Volksschule in Bizau sowie der Hauptschule in Bezau entschloss er sich zur Absolvierung der Hotelfachschule. Mit einem Kochpraktikum im Gasthof Taube in Alberschwende und einem Servierpraktikum schloss er diese mit Erfolg ab und begann sein Berufsleben als Jungkoch im Hotel Gams in Bezau. Seine dort erlernten Fähigkeiten konnte Josef immer wieder unter Beweis stellen und so kochte er seiner Familie, seinen Freunden und Arbeitskollegen gerne auf. Auch bei zahlreichen Festveranstaltungen von Musikverein, Feuerwehr und Viehzuchtverein war Josef oftmals in der Küche als begeisterter Koch anzutreffen.

Aufgewachsen in einer traditionellen Bergbauernfamilie mit den damit verbundenen Tätigkeiten in der Natur sehnte sich Josef nach einer Beschäftigung im Freien. Dem Vorbild seines Vaters Josef folgend, begann er im Sommer 2008 bei der Firma Dietmar Berchtold die Zimmermannslehre. Von Anfang an war er begeistert von seiner neuen Tätigkeit. Die Freude am Zimmermannsberuf blieben auch bei seinen Arbeitskollegen, Freunden und seiner Familie nicht unbemerkt. Auf der elterlichen Landwirtschaft stand er immer helfend zur Seite. Schon mit elf Jahren war er in den Sommermonaten auf der Alpe Althornbach und zwei Alpsommer verbrachte er mit seiner Familie auf Breitenalpe, wo er als stets freundlicher Älpler die einkehrenden Gäste mit einem freundlichen Lächeln begrüßte.

Josef setzte auch die Familientradition des Theaterspielens fort und stand in den Jahren 2001 in „Schwabenkinder“ und dieses Jahr im Stück „Zwölfelüto“ als begeisterter Laienspieler auf der Bühne. Zeitlebens wichtig waren ihm seine Freunde und auch in seinen letzten Stunden waren diese an seiner Seite. Josef hat seinen Platz bei vielen Menschen gefunden und sein Wesen und Wirken wird uns an einen liebenswerten Mitmenschen erinnern. Möge er ruhen in Gottes Frieden.

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