Land setzt Impulse für Innovationskraft

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Mit der Wissenschafts- und Forschungsstrategie 2020+  hat das Land Vorarlberg vor fünf Jahren den Rahmen für eine zukunftsorientierte und innovationsstarke Entwicklung des Standorts und für die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft definiert.

In einer umfassenden Evaluierung wurde nun die Effizienz der Strategie hinterfragt, um diese für die nächste Programmperiode weiterzuentwickeln. Das Ergebnis: Vorarlberg verfügt über eine leistungsstarke F&E-Infrastruktur, Forschungsintensität und -investitionen wurden in den letzten Jahren spürbar gesteigert. Ziel sei es, die hohe Innovationskraft zu halten und künftig mehr Mittel aus Forschungsförderungen des Bundes nach Vorarlberg zu holen.

Kurve zeigt nach oben

Sowohl bei den öffentlichen als auch bei den betrieblichen Forschungsausgaben zeigt die Kurve steil nach oben, erläuterte Landeshauptmann Wallner. Laut den aktuellsten Daten der Statistik Austria für das Jahr 2017 (veröffentlicht im Sommer 2019) wurden in Vorarlberg in Summe 314,7 Millionen Euro investiert, um 29 Prozent mehr als 2013. In Relation zur (ebenfalls gestiegenen) Bevölkerungszahl haben die F&E-Ausgaben pro Kopf und Jahr in Vorarlberg in diesem Zeitraum von 652,2 auf 806,3 Euro zugenommen, also um knapp 24 Prozent. „Nun gilt es die Wirtschaft zu unterstützen und zu ermutigen, trotz Schwierigkeiten durch die Coronakrise die Forschungsbemühungen nicht abreißen zu lassen. Es ist wichtig, die Innovationskraft zu halten und dadurch wettbewerbsfähig zu bleiben“, sagte Wallner. Besonderes Augenmerk gelte etwa den Bereichen Digitalisierung und Umwelttechnologie.

Kein anderes Land erhält weniger Bundesmittel

Vom Bund konnten nur in geringem Umfang F&E-Finanzierungen generiert werden, denn diese fließen hauptsächlich in die Universitätsstandorte. Kein anderes Bundesland erhält weniger Bundesmittel. Dass es bisher nicht gelungen ist, diesen Anteil zu steigern, ist für Landesstatthalterin Schöbi-Fink der einzige negative Punkt in der Evaluierung der WiFo2020+. Vorarlberg drängt daher auf Gespräche, damit auch die forschungsstarken Fachhochschulen künftig mehr Bundesmittel erhalten.

Ansonsten waren sich die an der Evaluation beteiligten Fachleute einig, dass alle Ziele der Strategie auch künftig von hoher Relevanz bleiben und dass die Anstrengungen und Aktivitäten fortgeführt bzw. noch intensiviert werden sollen. Eine wichtige Rolle spielen für Schöbi-Fink die kleinen, aber leistungsstarken Forschungszentren im Bereich der Biowissenschaften, wie etwa das VIVIT. „Diese sind oft Andockstationen für junge Medizinerinnen und Mediziner, die im Land gebraucht werden“, so Schöbi-Fink. Auch auf geisteswissenschaftlichem Gebiet werde von Museen und Archiven wertvolle Forschungsarbeit geleistet, was insbesondere zur Stärkung des Humanpotenzials in der Gesellschaft beiträgt.

(Red.)

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