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Immobilien-Verkäufe: Milliarden-Grenze geknackt

Rahmenbedingungen für Immobiliengeschäfte sind unverändert positiv
Rahmenbedingungen für Immobiliengeschäfte sind unverändert positiv ©VOL.AT/Steurer
In Vorarlberg wurden im ersten Halbjahr 3.134 Immobilien verkauft. Der Gesamterlös in Vorarlberg lag erstmals über der Milliarden-Euro-Grenze.
Immobilien in Vorarlberg

Der seit Jahren anhaltende Boom am heimischen Immobilienmarkt hat im ersten Halbjahr in Österreich eine Verschnaufpause eingelegt. Die Verkaufszahlen sind nicht gestiegen. In den amtlichen Grundbüchern wurden 64.171 Verbücherungen verzeichnet, um 730 oder 1,1 Prozent weniger als im Halbjahr 2018, ergab eine Analyse des Maklerverbundes RE/MAX. Doch obwohl weniger Immobilien verkauft wurden, stieg der Wert.

Rückgänge in Wien, Steiermark, Kärnten

In Summe wurden im ersten Halbjahr in Österreich Immobilien im Wert von 16,4 Mrd. Euro verkauft, ein Plus von 764 Mio. Euro oder fast 5 Prozent.

Am größten Wohnungsmarkt Wien sind die Verkäufe in den ersten sechs Monaten um 10,7 Prozent auf 10.445 eingebrochen. Ohne Wien wäre der Immobilienmarkt gewachsen, wenngleich es auch in der Steiermark (-2,1 Prozent) und in Kärnten (-4,6 Prozent) Rückgänge gab.

Zuwächse in sechs Bundesländern

Das Minus an Verkäufen im ersten Halbjahr 2019 in der Steiermark und in Kärnten wird vom Anstieg der Transaktionen in Niederösterreich (+294) und dem Burgenland (+188) mehr als aufgewogen, sodass die Mehrverkäufe in Tirol (+118), Oberösterreich (+102) und Vorarlberg (+88) ein Nettowachstum in den Bundesländern ergeben.

Milliarden-Grenze in Vorarlberg geknackt

In Vorarlberg wurden im ersten Halbjahr 3.134 Immobilien verkauft. Mit 1,015 Milliarden Euro lag der Gesamterlös in Vorarlberg erstmals über der Milliarden-Euro-Grenze.

Im Bezirk Bregenz wechselten 1.076 Immobilien den Besitzer (+13,3 Prozent), in Feldkirch waren es 893 Einheiten. (+1,7 Prozent). In Dornbirn waren es 649 (-0,8 Prozent) Einheiten und in Bludenz 516 (-8,5 Prozent).

Wiener Anteil schrumpft

Das Wiener Stück am Immobilienkuchen ist kleiner geworden. Lag der Wertanteil der Wiener Immobilienkäufe am österreichischen Gesamtmarkt im ersten Halbjahr 2018 noch bei 31,9 Prozent, so ist er nun auf 28,2 Prozent gefallen. Trotzdem ist das noch immer beinahe so viel wie die verbücherten Immobilienverkäufe der Bundesländer Burgenland, Kärnten, Vorarlberg, Salzburg und Tirol zusammen.

Der größte Deal im Halbjahr war ein Gebäude mit fast 15.000 m2 Grundstück im 12. Wiener Bezirk um mehr als 45 Mio. Euro.

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