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Immer wieder Rodelunfälle: So geht sicheres Rodeln

©VOL.AT/Mayer
Auch in Vorarlberg kommt es immer wieder zu Rodelunfällen. Martin Pfanner vom KFV verrät, was man für sicheres Rodeln beachten sollte.
Rodler am Bödele in Schwarzenberg
Schwerer Rodelunfall am Bödele
Nach Rodelunfall in Lebensgefahr

Das Rodeln gehört für viele Vorarlberger einfach zum Winter mit dazu. Ob jung oder alt, ob mit Holzrodel oder Plastikbob - der gemütliche Wintersport erfreut sich großer Beliebtheit. Doch das Rodeln ist gefährlicher, als man denken könnte. Mehr als 2.200 Menschen verletzen sich jährlich in Österreich beim Rodeln, im Schnitt zwei davon tödlich. Die häufigste Ursache für schwere tödliche Unfälle ist eine Kollision mit einem Hindernis, etwa einem Baum. Erst kürzlich kam es am Bödele in Schwarzenberg zu einem schweren Rodelunfall, bei dem eine 17-Jährige verletzt wurde.

Regeln für sicheres Rodeln

Martin Pfanner vom Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) weiß, wie sicheres Rodeln geht. Gemeinsam mit dem Österreichischen Rodelverband hat der KFV Rodelregeln aufgestellt:

Bild: KFV

Rodeln mit oder ohne Helm?

Sollte man beim Rodeln die gleiche Schutzausrüstung tragen, wie beim Skifahren oder Snowboarden? Forscher des KFV und des Instituts für Fahrzeugsicherheit der TU Graz untersuchten kürzlich, welche Maßnahmen das Verletzungsrisiko beim Rodeln verringern können. Dazu wurden Berechnungen angestellt, auch ein Computersimulation mit virtuellen Menschenmodellen und einem Baum kam zum Einsatz. Das Ergebnis: Auch beim Rodeln sollte man einen Helm tragen. Bei Kindern ohne Helm besteht bereits ab 10 km/h ein erhebliches Risiko für eine Kopfverletzung. Ab 20 km/h steigt das Risiko einer Rippen- oder Oberschenkelfraktur. Ein Helm reduziert das Verletzungsrisiko deutlich - unabhängig von der Geschwindigkeit.

Täglich tummeln sich zahlreiche Rodler am Bödele. Bild: VOL.AT/Mayer

Wenn das Kind mitrodelt

Wenn man mit Kindern gemeinsam auf einem Rodel sitzt, stellt sich die Frage: Sollte das Kind hinter oder vor dem Erwachsenen sitzen? Sitzt das Kind vorne am Schlitten, besteht neben dem Kopfverletzungsrisiko auch ein erhebliches Risiko für Verletzungen des Thorax oder Oberschenkels. In Simulationen wurde das Kind durch den dahinter sitzenden Erwachsenen förmlich in das Hindernis - einen Baum - gedrückt. Das Kind wird zwischen Hindernis und Erwachsenem eingeklemmt. Sitzt das Kind hingegen hinten, hat es mit dem Rücken der erwachsenen Person mehr oder weniger einen zusätzlichen Aufprallschutz für den Kopf.

(Red.)

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