Immer mehr Tories für Verschiebung des EU-Austritts

Bei den Konservativen um Premierministerin May herrscht Unsicherheit
Bei den Konservativen um Premierministerin May herrscht Unsicherheit ©APA (AFP)
Die Unsicherheiten rund um den bevorstehenden Austritt Großbritanniens aus der EU am 29. März nehmen täglich zu.

“Daily Mail” berichtete am Freitag, dass bis zu 100 gemäßigte Konservative der Partei von Premierministerin Theresa May eine Verschiebung des Austritt wollen, um einen befürchteten “No Deal”-Austritt zu vermeiden.

Auch bei der Labour Party geht es weiter drunter und drüber. Bereits das neunte Parlamentsmitglied hat aus Protest gegen Labour-Chef Jeremy Corbyn die Partei verlassen, berichtete das Blatt. Außerdem müsse Corbyn weitere Revolten innerhalb seiner sozialdemokratischen Partei befürchten.

Warnung vor “No-Deal”

Bei dem neunten Labour-Parlamentarier, der aus der Partei ausscheidet, handelt es sich nach Angaben von “Daily Mail” um den 53-jährigen Dudley North. Sein Adoptivvater war Jude. Corbyn war zuletzt wegen antisemitischer Aussagen ins Kreuzfeuer der Kritik auch der eigenen Partei gekommen.

Corbyn hat am gestrigen Donnerstag nach Gesprächen in Brüssel vor einem Brexit ohne Austrittsabkommen gewarnt. Premierministerin Theresa May dürfe sich nicht weiter “von einer kleinen Gruppe in ihrer Partei als Geisel nehmen lassen”, sagte der Labour-Chef nach einem Treffen mit EU-Unterhändler Michel Barnier.

Das britische Unterhaus hatte das mit der EU ausgehandelte Austrittsabkommen Mitte Jänner klar abgelehnt und rechtlich bindende Nachbesserungen an dem Vertrag gefordert. Dies lehnt die EU ab. Brexit-Hardliner in Mays konservativer Partei sind wiederum gegen einen Verbleib in einer Zollunion, weil dies aus ihrer Sicht eine eigene Handelspolitik Großbritanniens ausschließen würde.

(APA)

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