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Immer mehr Gemeinden kämpfen gegen den Zünsler

Ländle-Gemeinden kämpfen gegen den Schädling
Ländle-Gemeinden kämpfen gegen den Schädling ©VOL.AT/Vonbank
Hard - Vorarlbergs Gemeinden kämpfen derzeit gegen den Buchsbaumzünsler, VOL.AT berichtete. Neben Götzis und Lustenau ist man auch in Hard und Satteins intensiv mit der Beseitigung des Schädlings beschäftigt. Immer mehr Menschen vernichten ihren Buchs.
Lustenau kämpft gegen Zünsler
Zünsler-Invasion in Götzis

Der Schädling, ein weißer, nachtaktiver Kleinschmetterling, kann alle immergrünen Buchssorten befallen – und das sogar bis zu vier Mal im Jahr. Immer mehr Pflanzen in Vorarlberg sind betroffen.

Befall auch in Hard

Auch in Hard ist eine große Anzahl der Buchsbäume von den Schädlingen befallen. Der Bauhof in Hard ist derzeit intensiv mit der Beseitigung der Buchsbaumzünsler in der Bodenseegemeinde beschäftigt. Wie viele Buchsbäume genau befallen sind, sei derzeit noch nicht bekannt, es handle sich aber um eine große Zahl, sagt Klaus Egger vom Harder Bauhof. Bisher habe man vor allem mit der Chemiekeule versucht, den Schädlingen auf den Leib zu rücken. Egger verrät, dass es aber auch ohne Chemikalien möglich sei, die Zünsler von den Pflanzen zu kriegen. Wer nur wenige Pflanzen hat, kann beispielsweise ein Leintuch auf dem Boden unter der Pflanze ausbreiten, die Pflanze kräftig schütteln und die Raupen, Larven, Puppen einsammeln. Auch mit einem Hochdruckreiniger kann man den Zünslern Einhalt gebieten. In Hard hat man beobacht, dass vor allem jene Pflanzen befallen sind, die heuer nicht frisch geschnitten wurden.

Menschen vernichten ihre Bäume

Auch im Walgau scheint der Buchsbaumzünsler sein “Unwesen” zu treiben. VOL.AT-Leser Guntram Konzett berichtet von großen Schäden in Satteins. “Unsere Nachbarn haben einen großen Schaden an ihren Pflanzen, denn die haben fast das ganze Grundstück mit Buchsbäumen eingezäunt”, berichtet Konzett. Zum Glück habe er nur einen Buchsbaum, ist Guntram Konzett erleichtert. Weil die Familie Haustiere besitzt, habe man auf Chemie verzichtet und den Buchsbaum aus dem Garten entfernt und vernichtet.

“Ein anderer Nachbar hat diesen Schädling an seinem über fünfzehn Jahre alten Baum. Er hat ihn auch vernichtet”, weiß Konzett.  Von anderen Leuten habe er gehört, dass man ungelöschten Kalk gegen diese Schädlinge verwenden sollte. Die Pflanzen würden das unbeschadet überstehen, aber der Zünsler würde sterben.

Experte rät von zuviel Chemie ab

Das Vernichten der Sträucher ist laut Klaus Zimmermann von der Inatura in Dornbirn wirklich das Richtige, wenn man mit mechanischen Methoden der Plage nicht Herr wird. Schlecht angewendet helfe die Chemie nicht zuverlässig, aber viele andere Tiere würden geschädigt, sagt Zimmermann. “Wenn schon Chemieeinsatz, dann ausschließlich vom Profi angewendet”, rät Zimmermann.

Näheres dazu im inatura-Merkblatt!  

Invasion in Götzis und Lustenau

In Götzis sind bis jetzt etwa 40-60 Prozent der Buchsbäume befallen. Die Marktgemeinde Götzis hat bereits Maßnahmen ergriffen, um dem Schädling auf den Leib zu rücken. Auch in Lustenau kämpft man derzeit intensiv gegen den Schädling.

Buchsbaumzünsler am Vormarsch

Seit einigen Jahren verbreitet sich der Schädling von der Schweiz bis zum Ruhrgebiet entlang des Rheins. Der Buchsbaumzünsler ist in Ostasien beheimatet und wurde mit Pflanzenimporten nach Mitteleuropa eingeschleppt. Vor rund fünf Jahren wurde er erstmals in unserer Gegend entdeckt und seit vergangenem Jahr auch in Vorarlberg.
(LMO)

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