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Immer mehr Autodiebstähle in Österreich

In Österreich sind 2008 deutlich mehr Autos gestohlen worden. Von Jänner bis August wurden laut Bundeskriminalamt um 11,3 Prozent mehr Fälle angezeigt als im Vorjahr. Knapp 3.000 Pkw und Kombis wurden bisher entwendet, 2007 waren es 2.640.

Am häufigsten wechseln Marken deutscher Hersteller ihre Besitzer. Meist handelt es sich bei den Autoknackern um kriminelle Banden, zumeist aus dem Osten.

Autodiebstähle wie einst, wo der Einbrecher die Scheibe zerschlägt, einsteigt, das Fahrzeug kurzschließt und davon braust, sind passe. Kfz-Diebstähle heute sind großteils organisiert und werden auf Auftrag durchgeführt.

Die Hintermänner haben es meist auf bestimmte hochpreisige Marken oder Modelle, neuerdings auch verstärkt auf Schwerfahrzeuge abgesehen. Der Fahrzeugbesitzer wird beobachtet, ausspioniert, der Schlüssel durch Abfangen des Funksignals oder Manipulationen an der Beifahrertür nachgemacht. Abgesperrte Fahrzeuge können so mühelos und ohne Spuren zu hinterlassen, entriegelt werden. Das geknackte Auto wird in Folge häufig in eine Tiefgarage gebracht, wo es durch GPS-Ortung nicht auffindbar ist. Der “neue” Besitzer bzw. ein weiterer Mittelsmann kann von dort aus unbemerkt über die Grenze fahren.

Dass der Eigentümer sein Auto wiederbekommt, wird dann immer unwahrscheinlicher. Ist das Auto erst über der Grenze, wird es in Werkstätten umgearbeitet, das Auto bleibt verschwunden. Die Aufklärungsquote bei den Pkw und Kombi-Diebstählen ist mit weniger als zehn Prozent gering. Im Jahr 2007 lag diese noch bei 11,4 Prozent. Der sinkende Erfolg hänge eng mit der neuen Form der organisierten Kriminalität zusammen. Die beliebtesten Marken der kriminellen Ostbanden sind VW, Audi, BMW und Mercedes.

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