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"Im Prinzip sollte man Fridays For Workers machen"

©Symbolbilder: APA
"Schnell schnell schnell und Hauptsache noch schneller" - das ist laut einem Bregenzerwälder Bauarbeiter die Arbeitsmoral am Bau in Vorarlberg. Seinen Unmut darüber teilte er in einem Video auf Facebook und sorgt damit für Aufregung.

Das Video in dem "Pipi" aus dem Bregenzerwald sich über die Arbeitsumstände in der Baubranche beschwert, zählt innerhalb einer Woche auf Facebook über 17.000 Aufrufe und wurde mehr als 400 mal geteilt.

Das Video nahm Pipi inzwischen zwar von seiner Seite, was der Bauarbeiter zu sagen hatte, also die Tonspur, liegt VOL.AT aber vor.

"Hauptsache noch schneller"

Pipi macht darin seinem Ärger Luft. Schließlich werde gerade auf der regennassen Baustelle Rigips verbaut. "Heute heißt es doch bloß noch schnell, schnell, schnell und Hauptsache noch schneller und noch mehr in noch kürzerer Zeit", zürnt er. Und: "Behandelt wird man mittlerweile wie eine Nummer, wie ein Stück Scheiße im Prinzip." Es fehle an gesellschaftlichem Zusammenhalt, gegenseitiger Achtung und Respekt vor der Arbeit.

Gegenüber VOL.AT verteidigt Pipi den Bauleiter, es handle sich hier nicht um ein explizites Problem dieser Baustelle. Vielmehr ging es ihm um die grundsätzliche Situation auf dem Bau. Es gehe aber vielen auf dem Bau so wie ihm. Dass das Video solche Wellen schlug, überraschte ihn selbst, das Video nahm er inzwischen von seiner Seite. Rückendeckung bekam er viel.

Hat er einen wunden Punkt getroffen?

"Du sprichst vielen bestimmt aus dem Herzen", heißt es etwa in einem der Kommentare. "Endlich mal jemand, der seine Meinung sagt", in einem anderen.

"Das kann so nicht sein"

"Der Hausverstand ist mittlerweile total im Keller", geigt der Bauarbeiter in dem Video seine Meinung. "Im Prinzip sollte man Fridays For Workers machen und am Freitag sollten alle Bauarbeiter auf die Straße gehen und auch mal streiken", so Pipi.

(Red.)

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