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Im Ländle heißt's "bitte draußen bleiben"

Schruns - Die Euro 2008 in Österreich und der Schweiz steht bevor und noch ist in Vorarlberg nicht viel zu spüren von einer EM-Euphorie. Interview mit der Direktorin des Hotels "Löwen"

Kein Wunder, gibt es doch im Ländle weder eine Spielstätte noch ein Quartier einer teilnehmenden Mannschaft. Letzteres wäre aber gar nicht so unrealistisch gewesen. Das Hotel „Löwen“ in Schruns hat sich schon sehr früh darum bemüht, als Mannschaftshotel während der Euro zu fungieren. Doch ohne Erfolg.

Die Euro 2008 in Österreich und der Schweiz steht bevor und noch ist in Vorarlberg nicht viel zu spüren von einer EM-Euphorie. Kein Wunder, gibt es doch im Ländle weder eine Spielstätte noch ein Quartier einer teilnehmenden Mannschaft. Letzteres wäre aber gar nicht so unrealistisch gewesen. Das Hotel „Löwen“ in Schruns hat sich schon sehr früh darum bemüht, als Mannschaftshotel während der Euro zu fungieren. Doch ohne Erfolg.

Die Anforderungen der UEFA an die Mannschaftshotels sind streng: Es kommen nur Hotels der „Fünf Sterne-“ oder der „Vier Sterne-Superior“-Kategorie in Frage. Außerdem muss ein Wellnessbereich vorhanden sein und in unmittelbarer Nähe des Hotels muss ein Trainingsgelände mit zwei Fußballfeldern nach internationalen Standards zur Verfügung stehen. Das Hotel „Löwen“ in Schruns erfüllt all diese Anforderungen und kann zudem große Erfahrung im Bereich der Unterbringung von Weltklasse-Fußballteams vorweisen. Mannschaften wie der amtierende deutsche Meister VfB Stuttgart, Werder Bremen oder Lazio Rom schlagen regelmäßig in Schruns ihre Zelte zur Saisonvorbereitung auf. Und dennoch wird kein Euro-Teilnehmerland während der EM im Montafon absteigen.

„Wir hatten von Anfang an nicht den Funken einer Chance“, so Irmi Sachs-Ritter, die Direktorin vom Hotel „Löwen“. Der Grund: Schruns ist von den beiden nächstgelegenen Spielorten, Innsbruck und Zürich, geografisch zu weit entfernt. „Nach meinen Informationen darf die Entfernung zu einer Austragungsstätte maximal 50 Kilometer betragen“, erklärt Irmi Sachs-Ritter. Doch die „Löwen“-Direktorin ließ sich nicht so einfach abspeisen. Sie blieb hartnäckig und bemühte sich monatelang, dass ihr Hotel doch noch als Mannschaftshotel fungieren darf. „Ich bin sogar extra nach Wien geflogen um dort mit den zuständigen Menschen von Kuoni International zu sprechen, doch alles ohne Erfolg“ so Irmi Sachs-Ritter weiter. Die Firma Kuoni International ist für die Auswahl und Koordination der Euro-Mannschaftshotels verantwortlich, war aber gegenüber VOL Live nicht zu einer Stellungnahme bereit.

Das Hotel „Löwen“ in Schruns will aber dennoch im Euro-Konzert mitspielen. Die umtriebige Direktorin plant, die Spielerfrauen der in Innsbruck und Zürich spielenden Mannschaften in ihrem Hotel unterzubringen. „Diesbezüglich stehe ich derzeit in regen Verhandlungen mit Kuoni International. Wir wollen einfach an der Fußballeuropameisterschaft im eigenen Land teilhaben und ich bin überzeugt, dass die Sache mit den Spielerfrauen sehr nett und auch recht problemlos umzusetzen wäre“ erzählt Irmi Sachs-Ritter voller Eifer und Tatendrang.

Dank engagierter Menschen wie Irmi Sachs-Ritter wird aber früher oder später doch noch EM-Stimmung im Ländle aufkommen. Dafür werden zahlreiche private Initiativen, die ZDF-Arena auf der Bregenzer Seebühne sowie zahlreiche Public Viewing-Locations sorgen.

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