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Ticket für EM-2022 hat Österreich fast schon fix gebucht

Österreich jubelt über den 1:0-Heimsieg gegen Serbien
Österreich jubelt über den 1:0-Heimsieg gegen Serbien ©gepa
Die rot-weiß-rote Frauenfußball Auswahl um Trainerin Irene Fuhrmann gewann im Geisterspiel in Altach gegen Serbien knapp mit 1:0
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Das Frauen-Nationalteam feiert zum Abschluss der EM-Qualifikation einen knappen 1:0-Sieg über Serbien und wahrt damit die Chance auf einen direkten Startplatz bei der Endrunde 2022 in England. Nicole Billa erzielt nach Assist von Sarah Zadrazil in der 80. Minute!

Das Spiel beginnt für die Österreicherinnen beinahe mit der sprichwörtlichen 'kalten Dusche'. Allegra Poljak bekommt den Ball in die Schnittstelle serviert, lässt ihre Gegenspielerin aussteigen und schießt an die Stange. (4.)

Die ÖFB-Elf findet nur schwer ins Spiel und braucht bis zur 15. Minute ehe Laura Wienroither die erste Torchance vorfindet. Nach einem hohen Zuspiel von Jasmin Eder scheitert die aufgerückte Außenspielerin jedoch an Torfrau Milica Kostic.

Nach rund 20 Minuten finden die Heimischen dann etwas besser ins Spiel, mehr als ein zu hoch angesetzter Schuss von Barbara Dunst (23.) schaut in dieser Phase aber auch nicht heraus. Auf der anderen Seite rettet Manuela Zinsberger gegen einen Weitschuss von Dina Blagojevic. (24.)

Nur wenige Sekunden später wäre aber wohl auch die starke ÖFB-Torfrau machtlos gewesen. Poljak bringt den Ball nach einem gefährlichen Flankenlauf in den Rückraum, wo Mijatovic nur noch einschieben muss, aber den Ball verfehlt. (26.)

Die an diesem Abend überragende Poljak findet vor dem Seitenwechsel zwei Topchancen vor. Bei ihrem Schuss aus spitzem Winkel (35.) und einem Eins-gegen-eins (38.) findet sie aber ihre Meisterin in Zinsberger.

In der Pause stellt ÖFB-Teamchefin Irene Fuhrmann um, bringt mit Laura Feiersinger und Katharina Naschenweng zwei frische Kräfte und zieht Sarah Puntigam ins Mittelfeld vor. Die Österreicherinnen haben zwar jetzt etwas mehr Zugriff im Mittelfeld, auf das Offensivspiel wirkt sich das zunächst aber nicht aus.

Später Schuss ins GlückBei den Serbinnen geht auch in der zweiten Halbzeit die gesamte Gefahr nur von Poljak aus. Die Hereingaben der Außenbahnspielerin bleiben aber zum Glück für die ÖFB-Elf zu unpräzise.

Die Österreicherinnen starten die Schlussoffensive mit einem Dribbling von Sarah Zadrazil entlang der Grundlinie, das noch keinen Erfolg bringt. (75.) Wenig später ist es dann aber so weit.

Nach einem erfolgreichen Pressing legt Zadrazil auf Nicole Billa ab, die im Rutschen das vielumjubelte 1:0 erzielt. (80.) In der hektischen Schlussphase behält die Fuhrmann-Elf die Ruhe und bringt den Sieg am Ende verdient über die Zeit.

Die Entscheidung, ob sich die Österreicherinnen als einer der drei besten Gruppenzweiten direkt zur Europameisterschaft fährt, entscheidet sich erst im kommenden Jahr. Die Playoff-Teilnahme hatten die ÖFB-Frauen bereits zuvor gesichert.

Die Stimmen zum Spiel:

Goldtorschützin Nicole Billa: "Ich bin natürlich sehr froh, dass ich der Mannschaft mit dem Tor helfen konnte und wir 1:0 gewonnen haben. In der Situation vor dem Tor haben wir durch unser Pressing den Gegner zu einem Fehler gezwungen. Bisher habe ich mich nicht damit befasst, wie es in den anderen Gruppen aussieht, aber wir haben unsere Hausaufgaben erfüllt."

Kapitänin Carina Wenninger, die gegen Serbien ihren 100. Einsatz im Frauen-Nationalteam absolvierte: "Die Serbinnen sind eine starke Mannschaft, sie waren schon in Serbien richtig gut und haben es heute gegen unser Pressing klug gemacht. Unsere Teamchefin hat dann in der Halbzeit umgestellt und ab da hatten wir mehr Zugriff. Jetzt bin ich natürlich umso glücklicher, dass wir so spät noch den Siegtreffer machen konnten."

"Die reine Anzahl an Länderspielen ist für mich gar nicht so entscheidend. Es geht um die Momente, die man mit dem Team gemeinsam erlebt. Und da ist 100 natürlich eine Zahl die beweist, dass man bereits viele tolle Momente erleben durfte und darauf bin ich schon stolz."

Torfrau Manuela Zinsberger: "Mich freut es, dass ich der Mannschaft den Rückhalt geben konnte, den sie gebraucht hat. Die Serbinnen haben uns das Leben sehr schwer gemacht, wir sind nur schwer ins Spiel gekommen, haben aber gefightet und am Schluss den Ball einfach reingemacht. Wir haben gezeigt, dass uns auch eine Chance reicht, um so ein Spiel am Ende zu gewinnen. Unsere Teamchefin wird jetzt anfangen zu rechnen und dann werden wir schauen, ob es sich mit der direkten Qualifikation ausgeht."

Teamchefin Irene Fuhrmann: "Es war das erwartet schwere Spiel, vor allem vor dem Hintergrund, dass wir Frankreich in den Beinen hatten. Die Serbinnen haben tolle Spielerinnen, wir haben kaum Zugriff auf das Match bekommen. Das wurde etwas besser, nachdem wir zur Pause auf ein 4-3-3 umgestellt haben."

"Ich bin unheimlich stolz auf die Mannschaft, dass wir es geschafft haben heute die drei Punkte zu holen, auch wenn es nicht unser bestes Spiel und vielleicht nicht wirklich schön war. Aber solche Spiele musst du erst einmal gewinnen. Jetzt liegt es nicht mehr in unserer Hand. Wir werden abwarten und schauen was in den anderen Gruppen passiert."(Presse-ÖFB)

VORSCHAU ZUM SPIELE (ÖFB) Das Frauen-Nationalteam beschließt am Dienstag mit dem Heimspiel gegen Serbien die Gruppenphase der EM-Qualifikation. Der Anpfiff in Altach erfolgt um 18:30 Uhr.

Die Österreicherinnen, die mit 16 Punkten (21:3 Toren) aus den bisherigen Spielen bereits fix als Gruppenzweiter feststehen, brauchen auf jeden Fall einen Sieg, um im Fernduell mit u.a. Italien, Island, Belgien oder der Schweiz die Chance auf eine direkte EM-Qualifikation zu wahren. "Wenn wir zur Europameisterschaft wollen, gilt es, die drei Punkte einzufahren", so ÖFB-Teamchefin Irene Fuhrmann.

Offensive im FokusAuch deshalb liege der Fokus im Spiel gegen Serbien vermehrt auf der Offensive. Ins sprichwörtliche 'offene Messer' werde man aber nicht laufen. "Wir wollen mehr Torchancen kreieren und sehen in der Offensive im Vergleich zu den Spielen gegen Frankreich noch Optimierungspotenzial. Darauf wird es gegen Serbien ankommen, aber es gilt auch, die nötige Balance zu finden", so Fuhrmann.

Das Frauen-Nationalteam ist spätestens nach den letzten beiden Duellen mit den Serbinnen gewarnt. So ging das Hinspiel in Nis im Oktober 2019 dank eines Seitfallziehers von Nicole Billa knapp mit 1:0 an die Österreicherinnen. In der Qualifikation für den FIFA Women's World Cup 2019 stand im Heimspiel in der Südstadt nur ein 1:1 auf der Anzeigetafel. "Wir wissen, dass wir an unsere Leistungsgrenze gehen müssen", unterstreicht die Teamchefin.

100. Länderspiel für Carina Wenninger

Neben der langzeitverletzten Julia Hickelsberger-Füller (Kreuzbandriss) fehlen den Österreicherinnen am Dienstag ÖFB-Teamkapitänin Viktoria Schnaderbeck (Knie) und Marie-Therese Höbinger (Knie). Katharina Schiechtl konnte aufgrund behördlicher Auflagen nicht anreisen. Maria Plattner ist am Samstag zum Team gestoßen und könnte erstmals in den Teamkader rücken. Laura Feiersinger, die zuletzt in Guingamp eingewechselt worden war, ist diesmal auch eine Option für die Startelf.

Auf Carina Wenninger wartet ein besonderes Highlight. Als erst dritte ÖFB-Spielerin nach Nina Burger (109) und Sarah Puntigam (104) wird sie am Dienstag ihr 100. Länderspiel bestreiten. "Die Marke ist ein Symbol dafür, dass ich schon sehr lange mit tollen Mitspielerinnen und einem tollen Betreuerteam zusammenzuarbeiten darf", sagt Wenninger im exklusiven ÖFB-TV-Interview.

Fernduelle um fixes EM-Ticket

Die ÖFB-Elf hat eine mögliche direkte EM-Qualifikation nicht mehr in der eigenen Hand und muss gegebenenfalls sogar bis zum Frühjahr abwarten. "Wir wissen natürlich, wie es in den anderen Gruppen steht, aber wir konzentrieren uns wie immer nur auf das, was wir beeinflussen können und das ist unsere eigene Leistung", sagt Fuhrmann.

In den Gruppen B, F und H fällt die Entscheidung ebenfalls am Dienstag. Interessant aus österreichischer Sicht sind vor allem die Begegnungen zwischen Dänemark und Italien (17:15 Uhr), Island und Ungarn (15:30 Uhr) sowie Belgien und der Schweiz (20:00). Die Gruppe E,, in der Finnland und Portugal noch ins Rennen der besten Zweitplatzierten eingreifen können, wird aufgrund zahlreicher Spielverschiebungen überhaupt erst Anfang 2021 entschieden.

Neben den neun Gruppensiegern sind nur die drei besten Zweitplatzierten fix für die UEFA Women's EURO 2022 in England qualifiziert. Die übrigen sechs Gruppenzweiten müssen im Frühjahr ins Playoff, wo die letzten drei Startplätze ausgespielt werden.

UEFA Women's EURO Qualifiers, Gruppe G
Österreich – Serbien 1:0 (0:0), Tor: 80. 1:0 Nicole Billa 

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