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Igel-Mütter einmal anders

Schwarzach/Nüziders - Gerade im Herbst werden auf den Straßen Vorarlbergs immer wieder Igel von Autofahrern überfahren. Manche sind jedoch nicht tot, sondern werden von tierlieben Menschen gefunden. Nur, wohin mit dem Igel und wie soll man es füttern? VOL Live hat mit den zwei Igel-Mamas gesprochen.
Bilder der Igelhilfe
VOL Live im Interview mit den Igelmamas

Annelies Dalpez und Heidemarie Malin verbindet seit einigen Jahren eine tiefe Leidenschaft: Igel. Die kleinen stacheligen Zeitgenossen sind für die beiden Damen nicht nur ein Hobby, sondern sie kümmern sich auch aus Tierschutzgründen um die Wildtiere. Sie haben sich auf kranke oder unterernährte Tiere spezialisiert und pflegen sie über den Winter gesund.

„Bei mir hat die Igelauffangstation ihren Ursprung bei einem kleinen Igel, den ich vor zwanzig Jahren aufgenommen hatte. Und nun sind es in manchen Jahren über 200 Tiere“, erzählt Annelies Dalpez, die ihre Igelauffangstation in Nüziders hat. Auch Heidemarie Malin hat klein angefangen: „Irgendwann stand da diese Igelmama mit ihren Jungen auf meiner Terrasse und ich habe mich gefragt, was ich nun tun sollte. Also habe mich mit Anneliese zusammengetan.“ Seither gibt es eine Auffangstation im Unterland und eine im Oberland.

Die Stacheltiere werden bei den Igel-Müttern rührend umsorgt und gepflegt, bis sie dann nach dem Winter wieder in die Freiheit entlassen werden. „Es ist sehr schwierig sich wieder von den Igelchen nach dem Winter zu trennen, da man doch einen Bezug zu ihnen aufbaut“, beschreiben beide Damen die heikle Trennung. Meist werden die Tiere an eine Art Pflegefamilie übergeben, die die Tiere dann in ihrem Garten frei lassen. So erfüllt das Tier auch seine natürliche Aufgabe im Garten.

Handaufzucht

Die Arbeit für die Tiere ist allumfassend und oft gibt es auch Jungtiere die von Hand aufgezogen werden müssen. „Ich muss die Baby-Igel alle drei Stunden füttern“, schildert Heidemarie Malin ihren Tagesablauf im VOL Live Interview. Jedoch lohnt es sich für die beiden Tierliebhaberinnen, da sie gerne einen Beitrag für die Natur leisten. Die Stallarbeit und Reinigung der Tiere selbst ist auch nicht zu unterschätzen, da der Igel nicht stubenrein zu bekommen ist. „Trotzdem die Tiere sehr anhänglich werden, sind sie trotzdem noch Wildtiere, die auch zurück in die Natur müssen“, meint Annelies Dalpez.

Nur kranke Tiere

Die Auffangstation ist nur für kranke oder untergewichtige Igel gedacht. Wenn der erste Frost einsetzt finden die Tiere keine Nahrung mehr und verhungern dann, falls sie sich nicht genug Fett für den Winter angefressen haben. Wichtig zu wissen ist die Tatsache, dass nicht jeder Igel auch Hilfe vom Menschen braucht. So sollte man genau darauf achten, welche Tiere man an sich nimmt und welche nicht.

„Wenn ein Igel sich apathisch oder seltsam verhält, unter 600 Gramm wiegt oder verletzt ist, dann können wir ihn auf nehmen“, erklärt Annelies Dalpez. Im Zweifel sollte ein Tierarzt oder die Aufzuchtstation kontaktiert werden. Wenn Igel gestört werden oder in irgendeiner Weise unterversorgt sind, können sie nicht schlafen, was auch deren Tod bedeuten kann. Darum sollte man Igel, die sich bereits unter einem Holzstapel oder einer Blätterdecke zum Schlafen zurückgezogen haben, unbedingt auch schlafend lassen.

 

VOL Live im Interview mit den Igelmamas:

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