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IfS: Gruppenangebot für Erwachsene

Mit großem Erfolg bietet die IfS-Beratungsstelle Hohenems bereits seit eineinhalb Jahren Therapiegruppen für Kinder an. Im Frühjahr 2006 wird das Gruppenangebot nun auch auf Erwachsene ausgedehnt.

Je eine Therapiegruppe soll Paaren und Eltern die Gelegenheit geben, gemeinsam mit Gleichgesinnten an ihren Problemen zu arbeiten.

„Das Bedürfnis der Menschen nach Austausch mit anderen steigt“, berichtet Michael Hollenstein, Leiter der IfS-Beratungsstelle Hohenems, aus dem Beratungsalltag. Möglichkeit für einen Austausch werden Paare und Eltern ab dem Frühjahr 2006 in der Franz-Michael-Felderstraße in Hohenems finden. Vierzehntägig für rund zwei Stunden können sie gemeinsam mit anderen Paaren und Eltern unter der Leitung eines Klinischen Psychologen – beziehungsweise eines Therapeutenpaares im Fall der Paargruppe – an ihren Schwierigkeiten arbeiten.

„In einer Gruppe erfahren die Teilnehmenden oft Trost und Stütze, erkennen, dass andere Menschen ähnliche Probleme haben, dass sie nicht alleine sind,“ ist der der Leiter der IfS-Beratungsstelle Hohenems Michael Hollenstein überzeugt.

Auch finanziell ist das Gruppenangebot interessant. Psychologe Hollenstein: „Nehmen vier Elternpaare an einer Gruppe teil, ersetzt das vier Einzelgespräche – und die Qualität bleibt dennoch erhalten, zudem profitieren alle untereinander.“ Gedacht ist die Elterngruppe als offenes Angebot. Das heißt, teilnehmen kann, wer möchte, ohne sich für einen längeren Zeitraum verpflichten zu müssen. „Ein Anruf in der IfS-Beratungsstelle genügt“, bestätigt Hollenstein. „Die Paar-Gruppe werden wir Paaren empfehlen, von denen wir denken, dass sie von der Gruppenform besonders profitieren können.“

Kinder-Gruppe bewährt sich. Äußerst gute Erfahrungen hat die IfS-Beratungsstelle Hohenems bereits mit einer Therapiegruppe für Kinder gemacht. Ins Leben gerufen wurde die „Kinder-Gruppe“ Anfang 2004 als ein Versuch, den immer deutlicher werdenden Schwierigkeiten von einzelnen Kindern im Kontakt mit anderen zu begegnen. „Die Entwicklungsschritte der Kinder in der Gruppe sind enorm“, schildert Michael Hollenstein fasziniert, „und rascher als das in einer Einzeltherapie bei diesen Kindern möglich wäre.“

Im Herbst 2005 startet bereits die dritte Gruppe für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren. Mit Unterstützung einer Psychotherapeutin und eines Psychologen werden sie einmal wöchentlich spielerisch an ihren Problemen arbeiten.

„Bei jährlich steigenden Klientenzahlen und immer komplexer werdenden Problemen müssen wir uns Gedanken machen, wie wir einerseits mit guten Angeboten auf den Bedarf reagieren und andererseits unsere Ressourcen sowohl finanziell als auch personell möglichst sinnvoll einsetzen – ohne dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausbrennen“, bekräftigt der IfS-Stellenleiter. „Gruppenangebote bieten dafür einen geeigneten Rahmen.“

Ängste und Verunsicherung steigen. 2004 stand die IfS-Beratungsstelle Hohenems 632 Klientinnen und Klienten mit Rat und Tat zur Seite. Die schwierige wirtschaftliche Situation spiegelt sich auch in den Problemen der Menschen. Michael Hollenstein: „Ängste, Panik, Sorge um die eigene Zukunft und die der Kinder nehmen zu.“ Und auch real steigt das Risiko bei Verlust des Arbeitsplatzes zu verarmen. Der damit verbundene Druck führt dazu, dass Menschen weniger auf sich und ihre Gesundheit achten, stellt Hollenstein in seiner täglichen Praxis immer wieder fest. „Viele Menschen gehen auch krank zur Arbeit, aus Angst sonst ihren Job zu verlieren“, berichtet Hollenstein und ergänzt.

Wer Ende des vergangenen Jahrtausends zum Mittelstand gehörte, konnte sich sicher und gesichert fühlen. „Damit ist jetzt Schluss. Der Mittelstand bröckelt und niemand ist mehr davor gefeit, ganz unten zu landen“, präzisiert der Psychologe. (Quelle: IfS Hohenems)

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