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Identität von Messners Bruder bestätigt

Die Identität des 1970 verunglückten Bruders des Südtiroler Extrembergsteigers Reinhold Messner hat nun anhand von DNA-Analysen am Institut für gerichtliche Medizin in Innsbruck eindeutig bestätigt werden können.

„Meine Geschichte ist endlich bewiesen“, sagte Messner bei der Präsentation der Ergebnisse in Tirol am Freitag. Die Wahrscheinlichkeit, dass der untersuchte Zehenknochen des Toten von Messners Bruder stamme, sei um 17,8 Millionen höher, als dass er von einer fremden Person sei, erklärte Univ.-Prof. Walther Parson von der Gerichtsmedizin. Er habe kein schlechtes Gewissen, dass er die Gewebeproben aus Pakistan ausgeführt habe, sagte Messner zur APA. „Für mich ist das legitim, auch wenn ich nicht alle Regeln der Kunst beachtet habe.“

Er habe vier Samples auf vier Rucksäcke verteilt mitgenommen, um sicher zu gehen, dass eine Probe analysiert werden könne, so der Bergsteiger. Messner war zuletzt von deutschen Medien vorgeworfen worden, er habe die DNA-Proben illegal nach Österreich geschmuggelt. Er selbst habe die Bestätigung durch die DNA-Analysen nicht gebraucht, erklärte Messner. Er hätte immer gewusst, wie sein Bruder Günther damals ums Leben gekommen sei. Er habe die Untersuchungen „zur Absicherung nach außen“ machen lassen.

Heftiger Streit

Um den Tod von Messners Bruder Günther war ein heftiger Streit entbrannt. Ehemalige Bergsteigerkollegen hatten Messner vorgeworfen, auf der damaligen Expedition auf den Nanga Parbat seinen erschöpften Bruder alleingelassen zu haben. Messner hatte immer beteuert, er sei mit seinem Bruder gemeinsam abgestiegen. Dieser sei vermutlich von einer Eislawine erfasst worden. Dafür habe auch der Fundort der Leiche gesprochen, hatte Messner wiederholt erklärt.

Am 17. Juli hatten Einheimische in der Damirwand auf rund 3.400 Metern eine Gletscherleiche gefunden. Messner hatte diese anhand eines Schuhes als jene seines verunglückten Bruders Günther wiedererkannt. Die sterblichen Überreste des Toten hatte Messner in Pakistan feuerbestatten lassen. Damit habe er einen Missbrauch der Leiche vermeiden wollen, hatte er damals erklärt.

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