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"Ich verabschiede mich": Christiane F. zieht sich zurück

Christiane F., Autorin von "Wir Kinder vom Bahnhofszoo" und "Mein zweites Leben" zieht sich wieder aus der Öffentlichkeit zurück.
Christiane F., Autorin von "Wir Kinder vom Bahnhofszoo" und "Mein zweites Leben" zieht sich wieder aus der Öffentlichkeit zurück. ©EPA/ MARCEL METTELSIEFEN / DEUTSCHER LEVANTE VERLAG
Vier Monate Trubel nach dem Erscheinen ihres Buches "Mein zweites Leben" haben ihre Kräfte aufgezehrt: Christiane Felscherinow, besser bekannt als Christiane F. und heroinabhängige Protagonistin der "Kinder vom Bahnhof Zoo", zieht sich aus der Öffentlichkeit zurück.

“Ich verabschiede mich”, schrieb sie am Mittwoch auf ihrer Website. Mit seiner geradezu erfrischenden Aufrichtigkeit ist Christiane F.s “Abschiedsbrief” ein beeindruckendes Zeugnis von Stärke, das sicher auch zu berühren weiß.

“Ich bin eine kranke Frau Anfang 50.” Körperlich gehe es ihr sehr schlecht. Sie könne den hohen Erwartungen vieler Menschen nicht mehr genügen und habe deshalb vor Weihnachten auch den TV-Auftritt bei Markus Lanz kurzfristig platzen lassen.

“Ich pendle zwischen dem Glamour der TV-Studios in Hamburg und Paris und dem Gammel im Berliner Obdachlosenheim, wo Freunde von mir leben.” Aber auch die derzeitige Internet-Kampagne gegen Lanz habe sie erschreckt: “Ich glaube nicht, dass das in Ordnung ist, dass so etwas Banales wie persönlicher Frust sich wie ein Lauffeuer verbreiten und zu Lasten einer Person die Gemüter einer unbekannten Masse erhitzen darf. Ich habe es schon erlebt und ich habe große Angst davor, dass anonyme Kritiker über mich urteilen und mir im Internet einen Prozess machen.”

Endgültig werde ihr Rückzug aber vielleicht nicht sein – von der neuen Christiane F.-Stiftung werde man bald hören: “Vielleicht, irgendwann, wenn der Frühling kommt oder meine Sorgen gehen, auch wieder von mir.” (APA/red)

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